Was ich wiederentdeckt habe

Das lesen.

Ich habe schon immer gern gelesen. Meine Klassenkameraden jagten auf dem Fußballplatz dem runden Leder hinterher- ich jagte in Jack Londons „Wolfsblut“ lieber den Abenteuern des Wolf-Hundemischlings Wolfsblut nach.

Ich war auch das, was meine Oma und meine Schwester einen „Schnell-Leser“ nannten. Ein Buch hielt bei mir selten länger als eine Woche vor. Dann schnappte ich mir wieder mein Rad und machte mich auf den Weg in die Stadtbücherei. Ich fras quasi Textzeilen in Büchern- ich verschlang sie regelrecht.

Besonders gerne las ich Bücher, deren Verfilmung gerade im Fernsehen, oder im Kino liefen. „Das Buch zum Film“ stand dann immer drauf. Mich reizte daran das, was nicht im Film zu hören oder zu sehen war- was die Charaktere dachten. Der Richard Donner Film „Die Goonies“ (Drehbuch Chris Columbus & Steven Spielberg) war so ein Fall. Besonders auch deswegen, weil die Charaktere nicht viel älter waren als ich damals. Außerdem war das für mich- als bekennenden „Steven-Spielberg-Fan“- damals quasi Pflicht, mir den Streifen auch im Kino anzuschauen! Ähnlich wie „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“ (Produktion: Steven Spielberg, Drehbuch: Chris Columbus, Regie: Barry Levinson)- der allerdings an den Kinokassen eher floppte, auch sonst eher miese Kritiken einfuhr und der auch heute eher selten im Fernsehen gezeigt wird. Natürlich war ich im Kino!
Ich fand ihn nicht brilliant- aber sehenswert. Und natürlich musste ich das Buch dazu lesen!

Was soll ich sagen- mit den Jahren „verwuchs“ es sich ein bißchen. Während meiner Zeit als Zeitsoldat in München hatte ich den „Flash“, mir die Klassiker anzutun: Goethe & Shakespeare hatten es mir angetan.
Faust, Romeo & Julia, Viel Lärm um nichts usw.
Danach „schlief“ es wirklich ein bißchen ein.

Ich las noch „Unterwegs nach Cold Mountain“ – auch ein beachtlicher Wälzer. Wurde 2003 mit Starbesetzung verfilmt (u.a. Jude Law, Nicole Kidman, Renée Zellweger, Donald Sutherland, Natalie Portman und Philip Seymour Hoffman) und diverse Preston/Child Romane (= das bekannteste der beiden dürfte „Das Relikt“ sein, wurde 1997 mit Penelope Ann Miller und Tom Sizemore verfilmt) wie „Attic“ aus der FBI-Agent Aloysius Pendergast Reihe.

Jetzt habe ich das Lesen wirklich wiederentdeckt- durch die Kindle-App auf meinem Handy. Der Gag dabei: Man bekommt von Amazon ja auch Kindle-Bücher umsonst! Also- geschenkt! Natürlich nicht die aktuellsten Titel- aber die Klassiker wie diverse Romane wie z.B. Oliver Twist von Charles Dickens.

Aber ich will ja jetzt hier keine Werbung machen dafür. Ich finde es nur ziemlich sensationell das man sich jetzt Bücher besorgen (und behalten!) kann, OHNE das die danach im Regal als Staubfänger stehen.
Als neuestes Werk würde jetzt bei mir die Biografie des deutschen Schauspielers und Sängers Ben Becker „Na und, ich tanze!“ stehen…

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