Über das KOMMZ 2015

Es ist wohl mittlerweile 2 oder 3 Jahre her, als ich etwas über das KOMMZ geschrieben habe, was man durchaus als massive Kritik an diesem Festival werten kann.

Nun- mittlerweile kann ich mit fug und recht behaupten:

Ich habe mich geirrt! Aber mal richtig!

Aschaffenburg ist- auch wenn andere was anderes behaupten- von meiner persönlichen Warte aus gesehen, immer noch ein munteres Städtchen. Auch wenn sich das Ausgehverhalten derzeit ändert und das (zu recht) von vielen beklagt wird, ist immer noch genug geboten. Gerade an Festen und Festivals.

Und hier nimmt das KOMMZ dann doch eine Sonderstellung ein.

Alleine schon dadurch, wie lange dieses Festival schon besteht.
Seit über 40 Jahren lockt das KOMMZ das Publikum in den Nilkheimer Park.

seit 1975- zum Vergleich: das älteste Festival Deutschlands- das Herzberg-Festival- fand das erstemal 1968 statt

Und ich denke, es gibt nur wenige Festivals, auf denen es friedlicher, entspannter und harmonischer zugeht als hier.

Hier kann der Anwalt genauso „den Gang rausnehmen“ wie die Putzfrau.
Entschleunigen heißt das Zauberwort!

Am besten noch die Uhr und das Handy zuhause lassen und sich einfach mal von Freitag bis Sonntag treiben lassen. Wenn dann noch das Wetter passt- wie 2015 von Freitag bis Sonntag mit Temperaturen von teilweise nahe 40 Grad im Schatten– könnte der verwöhnte Mittelstandseuropäer sogar auf ein Zelt verzichten.
Ich hatte die Ehre und das echte(!) Vergnügen, das KOMMZ jetzt das zweitemal fotografieren zu dürfen. Und vom erklärten KOMMZ-Gegner bin ich zum echten KOMMZ-Fan mutiert… und ärgere mich ein bißchen, dass ich das jetzt erst werde!
Es ist einfach grandios, was diese muntere und bunte Truppe jedes Jahr auf die Beine stellt!

Und in Zeiten, in denen Cannabis in Teilen der USA legalisiert wurde und auch hierzulande der Ruf nach Legalisierung von Politikern immer lauter wird, greift auch der Vorwurf des Drogenmißbrauchs auf dem KOMMZ einfach ins leere!

Es ist (meine persönliche Meinung!) schlichtweg Blödsinn,
das KOMMZ deswegen zu verteufeln!

Man sollte sich viel mehr daran erfreuen, das auf dem KOMMZ so eine wahnsinnig friedliche Atmosphäre herrscht. Es findet einfach keine Gewalt und keine Schlägereien statt. Ich habe gute Bekannte beim Roten-Kreuz-Zelt auf dem KOMMZ- und auch hier hört man weder von Drogenmißbrauchs-Opfern, noch von Schlägereien!

Auch was an Bands rangeschafft wird um das Volk zu unterhalten, kann sich wahrlich sehen lassen! Aus England (Gabby Young), Schweden (Siena Root), Spanien (Santo Machango) und Kolumbien (Skampida) kamen dieses Jahr Bands angereist.

Impressionen vom KOMMZ 2015

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Meine beiden persönlichen Lieblinge waren die 70er-Psychorock-Schweden von Siena Root (mit einer herrlich stöhnenden Hammond-Orgel und jaulenden Gitarren) und die spanischen HipHop-Gangsta von Santo Machango die den Beweis ablieferten, das HipHop auf spanisch sehr viel gute Laune bringt und die eine wirklich berauschende Show ablieferten.
Beide würde ich gerne mal im Colos-Saal wiedersehen.

Weiter gehts für mich im August 2015 mit dem Afrika-Karibik-Festival… und das „beste Festival-Schuhwerk“ überhaupt, versieht natürlich auch treu seinen Dienst.
schuhwerk

9000 feiern 41. Aschaffenburger Kommz

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