TUUUUT… BUMMMM.

Schnappschuss_002

Is doch schon krass, wie schnell so ein Gebäude, was in Jahrelanger Arbeit aufgebaut wurde, in sekunden in sich zusammensacken kann.

Ein paar Stangen Dynamit an die richtigen Stellen und ein Jahrzehntealter (häßlicher) Betonklotz verwandelt sich nach einem kurzem „BUMM“ in ca. 5 sek. in eine meterhohe massive Staubwolke.

Dieses Schicksal hat am 02. Februar 2014 den AfE-Turm ereilt- das höchste jemals in Europa gesprengte Gebäude.
Und noch dazu mitten in Frankfurt! Sonst wird ja alles immer Stück für Stück demontiert und am besten gleich geschreddert. Die Amis sind da irgendwie lockerer… „Komm Gevatter! Wir essen zeitig! Mach weg das Ding!“

Am Sonntag, den 02. Februar 2014 setzte ich mich also um 5.25 Uhr morgens in den Zug nach Frankfurt. Also zu einer Zeit, zu der andere gerade ihren Laden abschließen bzw. nach Hause kommen, begann ich mein Tagesgeschäft. Warum mit dem Zug?

Ich fahre furchtbar ungern mit dem Auto nach Frankfurt- ich habs gern etwas stressfrei. Also laufe ich lieber ein paar Meter und spare mir das nervige Parkplatzsuchen. Ich weiß das jetzt wieder ein paar aufschreien werden „In Frankfurt gibts doch überall Parkplätze!“
Mag ja sein. Aber ich suche sie mir nicht gern in Städten, in denen ich mich im Auto nur mit GPS zurechtfinde!

Jedenfalls verlief vor Ort alles ziemlich entspannt. Es wurde auch eine Führung rund um den 116 Meter hohen Universitätsturm (AfE steht übrigens für „Abteilung für Erziehungswissenschaft“) mit der Pressebetreuung des THW organisiert. Die knipsten auch fleißig und filmten. Immerhin kriegen die sowas auch nicht ständig zu sehen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den THW.

Nette Menschen überall.

Es war sowieso die reinste Völkerwanderung, die nach der Sprengung für ein mittelschweres Verkehrschaos auf der Friedrich-Ebert-Anlage zwischen Messe und Hauptbahnhof sorgte. Ging ja alles auf der Straße spazieren!

Die reinste Anarchie herrschte!

Ein beherzter Motorradpolizist versuchte den Verkehr zu regeln, die Massen zu jonglieren und schnauzte per Megaphon auch mal einen Passanten an, der nicht warten konnte.

Danke an dieser Stelle an Stefan von N24, dem ich bei der Gelegenheit ein bißchen über die Schulter schauen durfte und der mich dann doch noch animierte, meinen Standplatz im „VIP/Pressebereich“ zu verlassen und mich zu dem normalen Volk zu gesellen. War sehr witzig und der Platz war wirklich besser, als der vom THW ausgewiesene und abgesperrte Pressestandort.

Dort sah ich auch etwas, was ich vorher noch nie Live gesehen hatte- eine ALPA Großformatkamera (auf den Seiten im Internet wird der Preis dafür nur auf Anfrage, bzw. nach Registrierung und Login genannt). Ich schnallte es auch zuerst garnicht was ich da eigentlich sah und machte meine Witze darüber, das da einer die Kamera vom Opa am Start hatte. Später- am Rechner- kam es mir dann, was da eigentlich imposantes stand.

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