Tsukahara 2017

Meine kleine Festival-Review vom Tsukahara-Festival in Sailauf.

Seit, ich glaube Woodstock (wohl die Mutter aller Festivals), gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Ein Festival ohne Regen, ist kein Festival.
Von daher kann sich das Tsukahara Festival 2017 keinen Vorwurf machen, ein schlechtes Festival gewesen zu sein weil es- bis auf einige Stunden in der Nacht von Freitag auf Samstag- regnete. Besonders der Samstag war komplett verregnet und der Platz verwandelte sich natürlich nach und nach in die reinste Schlammschlacht.

Regenschirme und Hot’Lanta auf der Bühne beim Tsukahara 2017 in Sailauf.

Die Stimmung war jedenfalls sensationell auf dem Festplatz in Sailauf.

An Bands wurde wieder alles aufgefahren was in Stadt und Land greifbar war. Die weiteste Anreise hatten dabei sicherlich die Krawall-Hardrock-Buben von „The Loranes“ aus Berlin- aber nur, wenn man die Australischen Hardrocker von „Mammoth Mammoth“ ausklammert, die sowieso gerade eine Deutschlandtour machten.

Besonders die Burschen von Mammoth Mammoth waren richtig lustige Gesellen und für allerhand Blödsinn zu haben. Das zeigte sich dann auch auf der Bühne bzw. davor, als der Sänger sich nicht zu schade dafür war, mit dem Publikum Pogo zu tanzen oder eigenhändig den Bereich vor der Bühne mal spontan „aufzuräumen und umzudekorieren“…
Merksatz zu Pogo: Wenn zwischen den Liedern „weitergetanzt“ wird- ist es doch ne Schlägerei!
Die fand allerdings weder bei Mammoth Mammoth noch sonst irgendwann (meines Wissens) auf dem Festival statt!
Das zeigt mir jedenfalls wieder mal eine Sache: Gerade die, die so „furchteinflösend“ aussehen, die tätowiert sind von oben bis unten, oder Kutten mit wilden Aufnähern tragen o.ä. sind meistens die witzigsten und umgänglichsten Typen.

Backstage faxen machen mit „Mammoth Mammoth“ kurz vor dem Auftritt.

 

Faxen machen mit „A Young Mans Journey“ am Merchandise Stand.

Natürlich gab es noch weitere hervorragende Bands die für ordentlich Stimmung sorgten:
Am Freitag spielten: The Millers, Pookah & The Faeries mit Freund Andy an den Drums, Wild Rumble, The Sirkus, The Loranes und auf der Nebenbühne John Awakening der mich wegen seines Bartes spontan an die Texasrocker von ZZ-Top erinnerte.
Am Samstag standen auf der Bühne: Pulver, Chromantic Flash, Hot’Lanta, A Young Mans Journey, Mammoth Mammoth und auf der Nebenbühne Shoot The Day Down.

Außerdem gabs am zweiten Tag auch drumherum allerhand Spektakel. An einem Hügel fand sich eine schmale „Schlammrutschbahn“, auf der man mit umgedrehten Bierbänken hervorragend bergab schlittern konnte. Ein paar Meter weiter vergnügte man sich mit „Riesen-Jenga“ – bis der Turm etwas über 2 meter hoch war und doch noch krachend ins Feuer (was genau daneben brannte) fiel.

Schlammschlittenfahren mit Bierbank. Klug wars nicht- aber geil!

Alles in allem kann man trotz des miesen Wetters sagen, das es ne runde Sache war. Coole und witzige Typen mit Arsch in der Hose und tolle Bands.
Das frühere Tsukahara-Mofarennen wäre jedenfalls ein Spaß gewesen, bei dem ganzen Schlamm… schlimmer als die „Hitzeschlacht“ anno 2014 wäre es sicher nicht geworden.

Die Sailaufer Version des „Turmbau zu Babel“ wurde dann wegen „Is nich“ abgesagt…

Gibt es eigentlich den Ausdruck „Tsukaharista“? Sollte eingeführt werden, finde ich.

Fazit: Ich freu mich auf nächstes Jahr!

Bilder? Natürlich!


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