Review: Deepwater Horizon

Original: Deepwater Horizon | USA | 2016 | 107 Minuten | FSK 12

Zuzusehen wie tief unter einer Bohrinsel ein reales „Monster“ erwacht, ist beeindruckend. Beängstigend und beeindruckend.

Die krassesten Storys
schreibt das Leben!

Was daraus wurde ist leider reale Geschichte. Was Regisseur Peter Berg 2016 auf die Leinwand zauberte, wird ab ca. der Hälfte zu einem sehenswerten krachendem CGI-Spektakel.

Schon vorher sieht man immer wieder Bilder unter Wasser, tief unter der Bohrplattform, die aussehen als wäre tief unter dem Grund im Golf von Mexiko etwas erwacht und wollte ausbrechen.
Emporsteigen aus der Tiefe um Chaos und Zerstörung zu verbreiten. Geradezu prophetisch dazu ist der Satz „Wollen wir hoffen, dass das Monster nicht wach ist!“ aus einer Szene.

Ohja! Es ist wach!

Wach und putzmunter sagt es donnernd und mit einigen 1000 Atmosphären Druck „HALLO!“

Aber erst sieht man Anzeigen in Raserei, szenische einstellungen in den überlasteten mechanischen Bauteilen, kurz vor dem Versagen und Ventile, die nach und nach ihren Dienst quittieren.
Am Ende steht nach und nach komplett versagende Mechanik und Sicherungseinrichtungen, völlig überlastete Ventile, berstende Rohre, fliegende Drucktüren und Flammensäulen, die überall wie Schachtelteufel hervorhüpfen.
Am Schlusspunkt steht ein einziges wunderschön-katastrophales flammendes Inferno.

Bevor die Technik so derartig übel versagt, versagen allerdings die Manager- und zwar auf ganzer Linie. Mark Wahlberg und Kurt Russell tragen den Film. John Malkovich gibt das Ekelpaket und Kate Hudson macht das hübschchen und süße besorgte Gattin von Wahlberg. Außerdem sehen wir Ethan Suplee (kennen wir als fettes Naziarschloch aus „American History X“). Tolle Darsteller, sehenswertes CGI- richtig üble Story.

Fazit:

Sehenswert. Tolles CGI und Darsteller. Der reale Hintergrund der Story wurde toll in Szene gesetzt.
Auf Wikipedia steht geschrieben:
„…eine Hommage an die realen Vorbilder der Filmfiguren, mit einer stimmigen Balance zwischen Würde und Pathos, und auch wenn er der Tradition klassischer Katastrophenfilme folge, zeige Berg seine besondere Klasse, wenn er Szenen von Explosionen und Einstürzen zeige, die von atemberaubender Intensität seien, ohne aber das Chaos reißerisch auszubeuten.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon_(Film)

Meine Wertung: 5/5

Zum Wikipedia-Eintrag über die Bohrplattform und die Katastrophe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon

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Review: Der Moment der Wahrheit

Original: Truth | USA | 2015 | 126 Minuten | FSK 0

Ich denke, hier haben wir einen Film in bester Tradition von Klassikern wie „Die Unbestechlichen“ (war auch mit Robert Redford) und „Insider“.
Besonders „Insider“ zeigt einige unrühmliche Parallelen zu dieser Story. Wer „Insider“ mochte, wird den hier auch gut finden!

Ging es bei „Insider“ um die Lügen der Tabakindustrie, dreht es sich hier um die (evtl. unrühmliche) Vergangenheit von George W. Bush (der Film spielt in der Zeit seiner Präsidentschaft) in der amerikanischen Nationalgarde.

Wir sehen die große Cate Blanchett in Hochform.
Außerdem einen tollen Robert Redford! Und hier kann man behaupten, das eine Ikone eine andere- nämlich den langjährigen Nachrichtensprecher der CBS-Abendnachrichten, Dan Rather- spielt!
Topher Grace sah man in „Mona Lisas Lächeln“, „Oceans Eleven“, „Oceans 12“, „Interstellar“ und einigen anderen.
Dennis Quaid darf auch mal wieder was machen. Aus meiner Sicht ist er einer von den Darstellern, die immer toll und solide abliefern- aber irgendwie nicht hängen bleiben. Man sah ihn z.B. schon 1983 in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“. Seine Paraderolle gab er 1989 in „Great Balls of Fire“ als Jerry Lee Lewis. Auf dem Soundtrack ist außerdem ein Duett zu hören mit Dennis Quaid und Jerry Lee Lewis.
Bruce Greenwood ist auch einer der Schauspieler, die gerne für Nebenrollen besetzt werden- aber in dieser Funktion immer einen famosen Job abliefern. Man sah ihn z.B. neben Kevin Costner in „Thirteen Days“ in der Rolle des John F. Kenndy.
Stacy Keach kann man mittlerweile als Legende bezeichnen. Seine bekannteste Rolle dürfte die des Mike Hammer in der gleichnamigen Fernsehserie sein. Man sah ihn aber auch in solchen schweren Stoffen wie „American History X“ wo er- recht glaubwürdig übrigens- einen überzeugten Neonazi abgab.
Dermot Mulroney hatte sein Leinwand-Debüt 1988 an der Seite von solch alten Hollywoodrecken wie Jack Palance in „Young Guns“. Außerdem sah man ihn in „Burn After Reading“ und einigen anderen.

Fazit:

Toller Film mit echtem Background- aber man muss dabei bleiben.
Einer der Filme, die Aufmerksamkeit fordern und diese auch verdienen! 4/5

Besetzung, Regie, Drehbuch

Besetzung:
Cate Blanchett: Mary Mapes
Robert Redford: Dan Rather
Topher Grace: Mike Smith
Dennis Quaid: Colonel Roger Charles
Elisabeth Moss: Lucy Scott
Bruce Greenwood: Andrew Heyward
Stacy Keach: Bill Burkett
John Benjamin Hickey: Mark Wrolstad
David Lyons: Josh Howard
Dermot Mulroney: Lawrence Lanpher
Rachael Blake: Betsy West
Andrew McFarlane: Dick Hibey

Regie:
James Vanderbilt

Drehbuch:
James Vanderbilt

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