Die Corona-App

Aus gegebenem Anlass gebe ich hiermit bekannt, das ich- als bekennend naives Obrigkeitshöriges „Schlafschaf“ das ich dann in den Augen einiger wohl bin- mir tatsächlich die Corona-App installiert habe!

Heute vormittag musste ich lesen, das einer meiner Facebook-Freunde darauf „bestand“, wer diese App installiert habe, solle sich umgehend „entfreunden“!
Nun- denke ich mir-

Reisende soll man nicht aufhalten…

Aber, weil ich außerdem ein bekennend fauler Hund bin sage ich hiermit, sollte sich in meiner Freundesliste jemand deswegen zu meinem Bedauern unwohl fühlen, kann er/sie sich jederzeit entfreunden!

Auch wenn ich mir des Risikos durchaus bewusst bin…

Ich verbringe zwar wirklich viel Zeit auf Facebook- aber ich weiß tatsächlich auch und bin mir dessen bewußt, dass das „Leben“ an sich nur am rande mit dem zu tun hat, was sich auf Facebook abspielt.

Zumindest sollte es so sein!

„Echte“ Freunde werden nicht durch einen Mausklick „entfreundet“ – oder ich habe da Jahrzehntelang was falsch verstanden! Wie diese eine junge Dame an einem Faschingssonntag vor ein paar Jahren die mir, rabendicht wie sie war, minutenlang die Ohren vollquatschte, warum ich sie auf Facebook entfreundet hatte- obwohl wir im echten Leben nur wirklich wenig… eigentlich gar keine(!)… Berührungspunkte hatten!

Solche Diskussionen werde ich
jedenfalls nicht führen!

Wer mich auf Facebook entfreundet- okay!
Cool! Man sieht sich (NEIN! Das ist keine Drohung!)!
Ich wünsch dir was und Gottes Segen!

Genauso hab ich nie verstanden, warum in manchen Gruppen ein Riesenfass aufgemacht wurde, wenn ein Eintrag verschwand!
NA UND?! SCH**** DRAUF!
Dann hats halt einem nicht gefallen! Buhuuu! Heul leise!

Okay- zurück zum Thema: Ich habe die App installiert!
Wie gesagt – wer sich deswegen unwohl fühlt: Sorry! Tut mir leid!
Wenn du dich deswegen entfreunden willst:
Kein Ding! Wirklich. Mach dir keinen Kopp deswegen.

Ein kluger Text zu dem Thema kommt von meiner lieben und klugen Facebook-Freundin Katja:

Amazon so: „Ey, dürfen wir Deine Daten speichern über jedes paar Socken, dass Du kaufst und jeden Thermomix und jede Anti-Pickelcreme und Dich zehn mal am Tag daran erinnern, was Du jemals je im Netz gesucht hast?“ und alle so: Yeeeeeaaah!!!!

Facebook so: „Ey! Dürfen wir Deine Daten und Bilder und Freunde speichern und Dich den Rest Deines Lebens daran erinnern, was Du wann wo mit wem gemacht hast und wo Du gerade bist?“ und alle so: „Jaaaaaa! !!!!“

Google so: „Huhu! Dürfen wir Dein Bewegungsprofil speichern und auf amerikanischen Servern speichern und auswerten, ob Du zu Fuss, mit dem Auto oder Deinem Fahrrad in Pusemuckel warst!?“ und alle so: „Yessss!!!“

Bundesregierung so: „Guten Tag, lieber Bürger! Dürfen wir Deine Daten speichern, Dein Bewegungsprofil und damit Dein Leben, Deine Gesundheit und das von anderen schützen!?“ und alle so: „Neeeeeeeiiiin!!!! Daaaateeenschuuuutz!!!“
(Katja Dornberger)

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Coronazeiten

Wir sollten uns mal fragen, was wir gerade für Zeiten erleben.
Es sind keine schönen Zeiten, soviel ist klar.
Aber es sind definitiv (auch) außergewöhnliche Zeiten.

Meine Großeltern haben den Krieg erlebt. Nach dem Krieg zogen meine Eltern und Großeltern damals aus ihrer Heimat (damalige Tschechoslowakei) nach Deutschland und mussten nochmal bei „0“ anfangen.

Aber selbst wenn ich meine Großeltern noch Fragen könnte, würden sie mir wahrscheinlich bestätigen, dass sie eine derartige Situation nie erlebt haben.
Worte wie „Ausgangsbeschränkung“ oder gar „Ausgangssperre“ waren in Deutschland unbekannt. Wir erleben gerade etwas, was vor uns in Deutschland- und Teilen der Welt- in dieser Form noch niemand erlebt hat!

Ist das toll? Nein, verdammt!

Aber das wird später in den Geschichtsbüchern stehen!
Hätte uns einer das vor einem Jahr weißmachen wollen, hätten wir nachgesehen ob sein Aluhut vielleicht zu eng sitzt – und hätten ihn einweisen lassen!

Es stimmt schon was auf dem Meme geschrieben steht:
„Es sortiert sich nur neu!“
Allerdings sollte man vielleicht das „nur“ streichen.

Man hört das ja auch von vielen Wissenschaftlern: Vieles wird danach nicht mehr so sein, wie vorher. Es kann auch niemand sagen, wie lange das noch dauert. Ich denke, Mutter Natur bremst uns gerade aus und zeigt uns, wer hier wirklich am Ruder steht. Überall ist Stillstand. Aber- wenn wir uns den Himmel ansehen- NUR Blau!

Ich denke, es ist nicht alles schlecht momentan.

Was danach alles möglich wäre?
Einiges. Vieles.
Wer hat schon die Kristallkugel, in der zu sehen ist, wann diese Krise endet und wie es dann weiter geht? Momentan sollte es eher darum gehen, ruhig und besonnen zu bleiben und nicht in irgendeinen blinden Aktionismus zu verfallen.

Was man tun kann? Aus meiner Sicht ist das ziemlich einfach:
Lernen, allein zu sein. Nicht durchdrehen beim Einkaufen. Ein Buch lesen. Ruhig bleiben.

Natürlich kann man auch in der Bude hocken und sämtliche Serien auf Netflix streamen. Man darf ja durchaus spazieren gehen. Das habe ich tatsächlich vorhin getan… natürlich hatte ich meine Kamera dabei.

War ich alleine? Ja!
War sonst niemand auf der Straße?
Blödsinn! Hallo?! Es war sonnig. Es war nicht zu kalt und nicht zu warm = NATÜRLICH war ich nicht alleine auf weiter Flur!
Da waren komplette Familien mit sämtlichen Altersgruppen am Start! Aber- der Großteil war tatsächlich alleine oder zu zweit unterwegs. Immerhin. Wir werden sehen, was weiter passiert.

Passt auf euch auf und bleibt gesund,
ihr Leute im anderswo!

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Kassenzettel

Kassenzettel nerven. Natürlich. Auch mich.
ABER: Momentan sollte man die Dinger vielleicht doch mitnehmen.
Weil- was mich NOCH MEHR nervt- oder nerven würde- ist, diskutieren mit einem Polizisten der vielleicht schon seit Stunden Leute kontrolliert und deswegen evtl. schon „Grundgenervt“ ist.

Es steht zwar nirgends geschrieben das man die Dinger mitführen muss, wenn man einkaufen war. Aber ggf. ist das vielleicht doch keine so abwegige Idee.
Immerhin besteht in Bayern momentan eine Ausgangsbeschränkung. Man darf noch einkaufen gehen. Aber…

ich zitiere:

Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Deswegen werden die Polizeistreifen noch einmal besonders verstärkt, damit die Bevölkerung überall diese Polizeipräsenz wahrnehmen kann. Die Polizei wird stichprobenartig kontrollieren.

Bayern.de, Homepage der bay. Staatregierung:
https://www.bayern.de/service/informationen-zum-coronavirus/faq-zur-ausgangsbeschraenkung/


Weil- Achtung: Das sind auch nur Menschen, die ihren Job machen wollen. Assis, die das nicht begreifen gibts genug- im Hartz 4 TV bekommen die täglich ihre Portion Aufmerksamkeit.

Also- ich denke, den Stress isses nicht wert und der Kassenzettel ist Zuhause auch schnell entsorgt.

Es gab beim Bund damals den schönen Begriff „Leben in der Lage“.
Genau sowas haben wir gerade. Wir werden gerade- aus guten und (hoffentlich für jeden) nachvollziehbaren Gründen- in unseren Freiheitsrechten beschnitten.
Einerseits.

Andererseits: Schaut mal nach oben.
Blauer Himmel.
Was seht ihr noch- oder besser, was seht ihr NICHT?
Kondensstreifen!
Man sieht ungestört einen mal wirklich blauen Himmel ohne irgendwelche Flugzeuge bzw. Kondensstreifen.

Was noch: Ich wohne ja Luftlinie ca. 500m von der A3 weg. Wenn ich früher immer Abends das Fenster kippte, hatte ich immer die Geräuschkulisse der A3.
Heute höre ich (fast) nichts!

Das hat zwar jetzt mit den Kassenzetteln nichts zu tun. Aber solche Zeiten haben immer zwei Seiten. Eine eher lästige- und eine, die man sogar richtig gut finden kann.

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