Keine Bilder mehr…

… im Park Schönbusch und im Schlossgarten!

Hier, in Deutschland, gibt es Regeln und Gesetze- und das ist gut so. Ich, als jemand der selber jahrelang Uniform trug und diesem Land gedient hat kann sagen, das es durchaus mit einigen dieser regeln und Gesetze seine Richtigkeit hat und diese sinnvoll sind.

Allerdings… hier und da (und auch hier bin ich froh das wir hier nach wie vor die Meinungsfreiheit haben) ist es dann doch angezeigt, einige dieser Regeln und Gesetze infrage zu stellen.

Nehmen wir mal die

Panoramafreiheit.

Die Panoramafreiheit legt u.a. fest, in wie weit Gebäude fotografiert werden dürfen.
Wikipedia formuliert es folgendermaßen:
„Die Panoramafreiheit (auch Straßenbildfreiheit) ist eine in vielen Rechtsordnungen vorgesehene Einschränkung des Urheberrechts, die es jedermann ermöglicht, urheberrechtlich geschützte Werke, beispielsweise Gebäude, Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum, die von öffentlichen Verkehrswegen aus zu sehen sind, bildlich wiederzugeben, ohne dass hierfür der Urheber des Werkes um Erlaubnis ersucht werden muss. Dies betrifft sowohl das bloße Anfertigen etwa einer Fotografie als auch ihre Verwertung. In den allermeisten Urheberrechtsordnungen wird diese grundsätzliche Freistellung zugleich durch spezifische Beschränkungen ausgestaltet, um den Urheber in seiner Rechtsstellung nicht übermäßig zu belasten.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit)

Offiziell ist es folgendermaßen formuliert:
Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
§ 59 Werke an öffentlichen Plätzen
(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.
(2) Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werden.
(Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__59.html)

Nun gibt es eine Institution in Bayern, die sich der Panoramafreiheit verweigert bzw. (so meine persönliche Sichtweise) über sie hinwegsetzt.
Auf der Homepage der Bayerischen Verwaltung der Schlösser, Gärten und Seen heißt es hierzu:
„Fotogenehmigung
Für Innen- und Außenaufnahmen der Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung benötigen Sie grundsätzlich eine (kostenpflichtige) Fotogenehmigung. Die schriftliche Genehmigung sollte rechtzeitig – mindestens zehn Werktage im Voraus – beantragt werden. Aktuelle Berichterstattung und rein dokumentarische Aufnahmen können in der Regel auch schneller genehmigt werden. Jede Fotoanfrage wird im Einzelfall geprüft und entschieden.“
(siehe hier: http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/service/fotogenehm/fotogenehm.htm)

Nun habe ich persönlich nur wenig Interesse daran, z.B. im Schloss Schönbusch Aufnahmen vom Innenbereich zu machen. Aber außen würde ich das ab und zu schon recht gerne tun- und bitte diese Aufnahmen danach auch auf meiner Homepage (oder auf flickr/Instagram etc.) zeigen dürfen.
Der Gag dabei- die Aufnahmen müsste ich danach, nachdem ich hoffentlich eine Genehmigung erhalten habe und dafür bezahlt habe, der Bayerischen Schlösserverwaltung auch noch zur Verfügung stellen!

Nun habe ich durchaus Verständnis dafür, wenn Aufnahmen vom Innenbereich kostenpflichtig sind. Aber von Außen, von einem der Wege oder einer der Rasenflächen im Park aus, sollte dergleichen auch ohne zeitraubende und kostenintensive Genehmigungen gestattet- ja sogar erwünscht- sein, ohne das irgendwelche übermotivierten Parkangestellten einem gleich hinterherspringen.

Meiner unmaßgeblichen persönlichen Meinung nach, vergibt sich diese Verwaltung hier einen gewaltigen Gratis-Werbeeffekt.

Für mich und viele andere Fotografen (Hobby und Professionelle) in Aschaffenburg ist diese Praxis unverständlich und wird auf Facebook intensiv und leidenschaftlich diskutiert. Allerdings ohne sonderlich viel Verständnis für diese Praxis aufzubringen.

Eventuell würde es ja helfen, wenn die Schlösserverwaltung es auf ihrer Homepage mal näher erläutern würde, was dahintersteckt bzw. was sie damit bezwecken will. Wenn sie denn partout daran festhalten will, wäre es außerdem durchaus förderlich, wenn sie einen Katalog online stellen würde in dem sie die Preise nennt.
Im moment ruft sie damit eigentlich nur vermehrt den Unmut der Bevölkerung hervor.

Was mich persönlich angeht, so werde ich bis auf weiteres auf Shootings oder ähnliches in Liegenschaften (in Aschaffenburg der Schlossgarten und Schönbusch), die die Bayerische Schlösserverwaltung betreut, jedenfalls verzichten!

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