Frühling

Ein paar Impressionen.

Magnolienhain im Schöntal.

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
(Eduard Mörike, 1804 – 1875, deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter)

Der olle Mörike. Da hat er einen gemacht. Damit wurde ich damals schon in der Schule „belästigt. Aber recht hat er. Und wenn der Frühling halt sein blaues Band schön flattern lässt, zerrt es mitunter auch mich hinaus, aus meiner Höhle… natürlich nicht „unbewaffnet“. Dann wird mit Kamera und Stativ (auf das der „scharfe Schuß“ auch gelingt) der Schönbusch unsicher gemacht.

In diesem Fall war ich im Schönbusch in der Absicht unterwegs, mal wieder nette HDRi Bilderchen zu machen.
Natürlich mache ich, wenn ich schon unterwegs bin, nicht nur HDR Bilder.

Einen Tag später zerrte es mich gleich nochmal hinaus… und zwar zu einer (für mich) eher ungewöhnlichen Uhrzeit. Bewaffnet, natürlich, zog es mich diesmal nicht in den Schönbusch, sondern ausnahmsweise mal ins Schöntal in der Stadt. Dort wächst, gedeiht und blüht seit nunmehr 70 Jahren der größte(!) Magnolienhain Bayerns. Die Sonne schien und ich dachte mir, um kurz nach sieben Uhr morgens, „Hey, du hast den größten Magnolienhain Bayerns vor der Nase, jeder schwärmt dir davon vor- und du Blödel hast noch nie Bilder davon gemacht! Jetzt aber husch!“
Gesagt/gedacht, getan… Krempel zusammengepackt und in die Stadt getobt…

Und wirklich war der Magnolienhain an jenem Freitagvormittag leer. Keine Menschenmassen, keine anderen Fotografen, keine sonstwie marodierenden Massen störten. Niemandem musste ich groß was erklären und konnte mich wunderbar der Kamera und den Magnolien widmen. Eine Frau mit Kompaktkamera war noch unterwegs- aber die störte nicht.

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