Das ewige Gemecker

Meine persönliche Meinung zu den Kritiken am Afrika-Karibik-Festival.

Das Afrika-Karibik-Festival (AKF) in Aschaffenburg, sieht sich jedes Jahr mit denselben Anfeindungen und Vorwürfen konfrontiert.
Also will ich mal versuchen, eine Lanze dafür zu brechen…

Die meisten Vorwürfe betreffen die Kosten, die man berappen muss um eingelassen zu werden.
So… wollen wir mal Kosten vergleichen? Wirklich? Okay…
Nehmen wir mal einen der diesjährigen Headliner: SIDO.
Der kam dankenswerterweise als Ersatz für Sean Paul der dieses Jahr ja leider krankheitsbedingt ausfiel. Googelt man nach „Sido Tickets“ kommt man (heute, den 20.08.2016) z.B. auf die Seite von „viagogo“ und dort wiederum auf ein Konzert von „Sido und Fettes Brot“ in Berlin. Dafür werden 87,95 EUR aufgerufen.

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Screenshot der Seite „Viagogo“ vom 20.08.2016 – Klick auf das Bild öffnet neue Seite mit großer Bildansicht

Zu den 94,50 EUR für das 5-Tages-Ticket des AKF fehlen gerade noch 6,55 EUR. Und das ist ein Festival mit mehreren Künstlern.
Dieses Jahr waren außer Sido noch Seven, Joris, Ohrbooten, Ees, Tschebberwooky, 257ers, Azad, MoTrip und einige andere am Start.

Guuut- nimmt man das Zeltplatzticket dazu für 14,50 EUR kommt man immerhin auf 109,- EUR. Aber dafür hat man immer noch zutritt zu sämtlichen Liveacts (egal auf welcher der beiden Bühnen) auf dem AKF. Fürs Tagesticket verlangte man jeweils 37,50 EUR- da gab es schon Konzerte im Colos-Saal, die teurer waren!
Ich würde das auch weder billig, noch günstig nennen – aber preiswert! Und zwar im Sinne von „seinen Preis wert“!

Wer überhaupt keinen Bock hatte auf die großen Künstler dieses Jahr, der konnte ja für 10,- EUR auf dem Basar herumflanieren und immerhin die tollen Shows auf der Beach-Stage genießen. Dafür gibt es ja seit 2015 die beiden getrennten Bereiche (Basar und Hauptbühne), um wenigstens einen Teil der Meckerer ruhig zu stellen.
Die Ohrbooten z.B. machten mal wieder eine ungeheuer witzige Show. Und erst Ees… Ees ist ja seit dem erstenmal das er auf dem AKF auftrat, einer der erklärten Lieblinge des Festivals und sorgte auch dieses Jahr wieder für richtig massive Stimmung vor der Beach-Stage.
Also für 10 EUR Eintritt, braucht sich da sicherlich niemand beschweren!

Kommen wir zu der Lautstärke.

Ein weiterer beliebter jährlicher Kritikpunkt ist die Lautstärke des AKF.
Ich fotografiere jetzt das achte Jahr auf dem AKF. Als akkreditierter Pressefotograf hat man den Vorteil, das man in dem sog. „Graben“ vor der Bühne herumturnen und Bilder machen darf.

Das tue ich bereits seit vielen Jahren (seit 2003) und nicht nur auf dem AKF sondern auch beim Mühlbergfestival, Tsukahara, KOMMZ– die zahllosen tollen Konzerte im Colos-Saal zähle ich hier jetzt gar nicht mit.
Und ich stelle eins fest (Achtung lieber Kritiker): Die Musik auf dem AKF wurde nicht lauter- sie wurde leiser! (Achtung: rein subjektive Wahrnehmung!)
Und das hat bestimmt nichts mit meinem Gehör zu tun! Gemerkt hatte ich dass das erstemal 2013 oder 2014 als ich in den Graben vor der AKF-Bühne kam und merkte „Etwas ist anders!“
Dann fiel es mir ein: Ich brauchte plötzlich keinen Gehörschutz (mehr) vor der Bühne!
Ausgebremst und gedeckelt wurde das sicherlich durch das Ordnungsamt der Stadt, die halt auch irgendwie auf die diversen Kritiker reagieren musste, die über den Main gegenüber dem Volksfestplatz wohnen. Ich habe durchaus Verständnis dafür.
Aber dennoch bleibt mir eins festzustellen:
Auf dem Mühlbergfestival z.B. brauche und trage ich vor der Bühne Gehörschutz- beim AKF brauche ich keinen! Und ich höre immer noch sehr gut.

Wenn das Festival dieses Jahr z.T. auch in weiter entfernten Gemeinden zu hören gewesen war, lag das (aus meiner Sicht!) bestimmt am Wetter.
Auf Facebook schrieb eine, das letztes Jahr bei CRO fast gar nichts zu hören war.
Erinnert sich jemand an den Auftritt von CRO letztes Jahr auf dem AKF? Es regnete „Hunde und Katzen“ und später kam noch ein Gewitter hinzu! Glauben Sie mir, Herrschaften – ich war dabei!
Und wenn jetzt immer noch einer grummelt „Es woar trotzdem z‘ laut! Scheiß AKF- Isch brauchs nit! Damals woars fast umsunst!“ Dem empfehle ich den August irgendwo auf einer Kreuzfahrt zu verbringen, oder in sonst einer lauschigen Einöde, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Immerhin ist ja der ganze August jedes Jahr wohl mit der lebhafteste Monat in unserem schönen Städtchen… es kommt also jedes Jahr nicht wirklich überraschend.

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