Review: Glaubensfrage

Original: Doubt | USA | 2008 | 104 Minuten | FSK 6

Kammerspielartiges Kleinod. Eine großartige Meryl Streep als Oberschwester und ein überragender Philip Seymour Hoffman als Gemeindepfarrer.

Aber Streep und Hoffman müssen sich ganz schön strecken, um gegen die Darstellerleistung einer Viola Davis (wir kennen sie z.B. aus „The Help“) anzustinken!

Außerdem sehen wir eine hübsche Amy Adams.
Alles im Spannungsfeld von Zölibat und kirchlicher Geschlechterhierarchie.

Großartig sind die Wortgefechte zwischen Streep und Hoffmann.

Wer in einem Film quietschbuntes CGI-Getöse braucht- Finger weg!
Für alle anderen: Ein Hammerfilm! Große Darsteller! Große Kunst! Für die Leistung gab es für Streep, Hoffman, Adams und Davis 2009 jeweils eine Oscarnominierung. Außerdem nominiert für das beste adaptierte Drehbuch. Leider wurde keiner gewonnen.

Meine Wertung: 5/5

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Review: Deepwater Horizon

Original: Deepwater Horizon | USA | 2016 | 107 Minuten | FSK 12

Zuzusehen wie tief unter einer Bohrinsel ein reales „Monster“ erwacht, ist beeindruckend. Beängstigend und beeindruckend.

Die krassesten Storys
schreibt das Leben!

Was daraus wurde ist leider reale Geschichte. Was Regisseur Peter Berg 2016 auf die Leinwand zauberte, wird ab ca. der Hälfte zu einem sehenswerten krachendem CGI-Spektakel.

Schon vorher sieht man immer wieder Bilder unter Wasser, tief unter der Bohrplattform, die aussehen als wäre tief unter dem Grund im Golf von Mexiko etwas erwacht und wollte ausbrechen.
Emporsteigen aus der Tiefe um Chaos und Zerstörung zu verbreiten. Geradezu prophetisch dazu ist der Satz „Wollen wir hoffen, dass das Monster nicht wach ist!“ aus einer Szene.

Ohja! Es ist wach!

Wach und putzmunter sagt es donnernd und mit einigen 1000 Atmosphären Druck „HALLO!“

Aber erst sieht man Anzeigen in Raserei, szenische einstellungen in den überlasteten mechanischen Bauteilen, kurz vor dem Versagen und Ventile, die nach und nach ihren Dienst quittieren.
Am Ende steht nach und nach komplett versagende Mechanik und Sicherungseinrichtungen, völlig überlastete Ventile, berstende Rohre, fliegende Drucktüren und Flammensäulen, die überall wie Schachtelteufel hervorhüpfen.
Am Schlusspunkt steht ein einziges wunderschön-katastrophales flammendes Inferno.

Bevor die Technik so derartig übel versagt, versagen allerdings die Manager- und zwar auf ganzer Linie. Mark Wahlberg und Kurt Russell tragen den Film. John Malkovich gibt das Ekelpaket und Kate Hudson macht das hübschchen und süße besorgte Gattin von Wahlberg. Außerdem sehen wir Ethan Suplee (kennen wir als fettes Naziarschloch aus „American History X“). Tolle Darsteller, sehenswertes CGI- richtig üble Story.

Fazit:

Sehenswert. Tolles CGI und Darsteller. Der reale Hintergrund der Story wurde toll in Szene gesetzt.
Auf Wikipedia steht geschrieben:
„…eine Hommage an die realen Vorbilder der Filmfiguren, mit einer stimmigen Balance zwischen Würde und Pathos, und auch wenn er der Tradition klassischer Katastrophenfilme folge, zeige Berg seine besondere Klasse, wenn er Szenen von Explosionen und Einstürzen zeige, die von atemberaubender Intensität seien, ohne aber das Chaos reißerisch auszubeuten.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon_(Film)

Meine Wertung: 5/5

Zum Wikipedia-Eintrag über die Bohrplattform und die Katastrophe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon

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Review: Der Moment der Wahrheit

Original: Truth | USA | 2015 | 126 Minuten | FSK 0

Ich denke, hier haben wir einen Film in bester Tradition von Klassikern wie „Die Unbestechlichen“ (war auch mit Robert Redford) und „Insider“.
Besonders „Insider“ zeigt einige unrühmliche Parallelen zu dieser Story. Wer „Insider“ mochte, wird den hier auch gut finden!

Ging es bei „Insider“ um die Lügen der Tabakindustrie, dreht es sich hier um die (evtl. unrühmliche) Vergangenheit von George W. Bush (der Film spielt in der Zeit seiner Präsidentschaft) in der amerikanischen Nationalgarde.

Wir sehen die große Cate Blanchett in Hochform.
Außerdem einen tollen Robert Redford! Und hier kann man behaupten, das eine Ikone eine andere- nämlich den langjährigen Nachrichtensprecher der CBS-Abendnachrichten, Dan Rather- spielt!
Topher Grace sah man in „Mona Lisas Lächeln“, „Oceans Eleven“, „Oceans 12“, „Interstellar“ und einigen anderen.
Dennis Quaid darf auch mal wieder was machen. Aus meiner Sicht ist er einer von den Darstellern, die immer toll und solide abliefern- aber irgendwie nicht hängen bleiben. Man sah ihn z.B. schon 1983 in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“. Seine Paraderolle gab er 1989 in „Great Balls of Fire“ als Jerry Lee Lewis. Auf dem Soundtrack ist außerdem ein Duett zu hören mit Dennis Quaid und Jerry Lee Lewis.
Bruce Greenwood ist auch einer der Schauspieler, die gerne für Nebenrollen besetzt werden- aber in dieser Funktion immer einen famosen Job abliefern. Man sah ihn z.B. neben Kevin Costner in „Thirteen Days“ in der Rolle des John F. Kenndy.
Stacy Keach kann man mittlerweile als Legende bezeichnen. Seine bekannteste Rolle dürfte die des Mike Hammer in der gleichnamigen Fernsehserie sein. Man sah ihn aber auch in solchen schweren Stoffen wie „American History X“ wo er- recht glaubwürdig übrigens- einen überzeugten Neonazi abgab.
Dermot Mulroney hatte sein Leinwand-Debüt 1988 an der Seite von solch alten Hollywoodrecken wie Jack Palance in „Young Guns“. Außerdem sah man ihn in „Burn After Reading“ und einigen anderen.

Fazit:

Toller Film mit echtem Background- aber man muss dabei bleiben.
Einer der Filme, die Aufmerksamkeit fordern und diese auch verdienen! 4/5

Besetzung, Regie, Drehbuch

Besetzung:
Cate Blanchett: Mary Mapes
Robert Redford: Dan Rather
Topher Grace: Mike Smith
Dennis Quaid: Colonel Roger Charles
Elisabeth Moss: Lucy Scott
Bruce Greenwood: Andrew Heyward
Stacy Keach: Bill Burkett
John Benjamin Hickey: Mark Wrolstad
David Lyons: Josh Howard
Dermot Mulroney: Lawrence Lanpher
Rachael Blake: Betsy West
Andrew McFarlane: Dick Hibey

Regie:
James Vanderbilt

Drehbuch:
James Vanderbilt

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Januar ’20

Der Januar war… zäh!

Er begann- wie das so seine Art ist- am 01.01. und in den folgenden Tagen sehr geruhsam.
Alles war noch im Fress- und Feiertagskoma von Weihnachten und Silvester.

Wer hat sich eigentlich den Mist ausgedacht, das der Jahreswechsel nur ein paar Tage nach Weihnachten sein muss? Der Dezember ist sowieso so scheißeteuer! Geschenke für die liebe Familie müssen besorgt werden und die KFZ-Versicherung will auch Kohle. Als hätte man im Dezember spontan nen Geldscheißer!

Der Januar nahm dann so langsam Fahrt auf. Ein schöner Termin war bei einer Geflügelzüchterin. Unglaublich, was es doch für abgefahrenes Federvieh gibt! Damit nicht genug hat sie auch noch einen Wauzi! Und ausgerechnet die Rasse, die ich- als bekennender Katzenfan- mir auch zulegen würde: Einen Shiba Inu!
Sorry Leute- aber ich kann mit Bullmastiff, Boxer, Pit Bull, American Pit Bull, American Staffordshire Terrier usw. einfach nix anfangen!
Ich bin ja auch gegen diese ganze Kampfhund-Diskussion und kenne auch dutzende von zuckersüßen Youtube-Videos mit Pitbulls, die auf Babys aufpassen, mit ihnen spielen und mit ihnen kuscheln. Trotzdem. Mir gefallen die Hunde einfach nicht.

Im Januar gabs auch nicht wirklich viel Events- zumindest keine, wo sich eine Bildergalerie gelohnt hätte.

Aussicht auf Februar.

Der Februar beginnt… sagen wir vielversprechend!
Es gibt im laufe des Monats allerhand zu tun.
Fasching rollt auf mich zu wie jedes Jahr. Ab mitte Februar bin ich dann wieder voll im Faschingstrubel. Los geht’s am 15.02. wie jedes Jahr mit dem „Handballer Kappeowend“ in Glattbach.
Ich mag den Kappeowend. Die Leute sind zu 90% entspannt, diskutieren nicht viel, werfen sich vor die Kamera und das Männerballett ist sowieso immer ein Highlight.
Es folgen Witwenball, Vorwärtsball, Rathaussturm, Faschingszug, After Train Partys und am ende die größte Halligallidrecksauparty mindestens am bayerischen Untermain: YEAH feat. The Oh-Yeahs im Sedgwick am Faschingsdienstag. Vor dem Aschermittwoch nochmal richtig auf die Kacke hauen…

So sah das 2018 aus:

Hm.…sollte ich vielleicht mal einen Eventkalender hier einbauen?
So für jeden Monat?

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Ein selten perfektes Ensemble

Freitag, kurz nach 19 Uhr. Seit über einer Stunde kämpfe ich mit meinem inneren Schweinehund den „ich-muss-noch-einkaufen“ Kampf. Er ist der Meinung das ich nichts brauche. Ich bin anderer Meinung.

Ich gewinne. Also los… Kassensturz, anziehen, habichalles-Kontrollgriff, Rucksack greifen, raus aus der Tür. Raus aus dem Haus, rein in den Punto. Er springt gleich an und röchelt und grummelt jetzt im Leerlauf vor sich hin. Die fahrt dauert nicht lang, eigentlich könnte man auch laufen. Könnte.

Im REWE geht’s erstmal in den Getränkemarkt. Bißchen launiges Geplauder mit den Leuten an der Kasse.
Also weiter in den normalen REWE. Ich husche ich von Regal zu Regal. Weiß ja was ich brauche bzw. was ich will. Alltag. Unspektakulär. Langwei…

HALT!
WAS WAR DAS DENN GERADE???

Eine unglaubliche Erscheinung wirft mich kurz aus der Bahn! Etwa 1,70m, schlank, rotblonde Haare, stechend grüne Augen- und dazu ein babyblauer Hosenanzug!
Das Bild brennt sich in Sekundenbruchteilen in meine Hirnrinde. Unglaublich. Un-Fucking-believable! Der Style ist Hammer. Wieviel Selbstvertrauen müsste ich wohl aufbauen, um so vor die Tür zu gehen?
„Das muss man tragen können“ denke ich mir und „Sag was! Das ist eine von DEN Frauen, die man nirgends findet! Eine von denen, die kein Facebook, kein Instagram, Xing, Linkedin etc. haben!“ und ich fange an zu überlegen… aber der Spruch, den ich hätte bringen können, fällt mir natürlich erst zuhause ein… „Respekt! Das Outfit muss man tragen können!“

Es geht mir gar nicht darum, sie kennen zu lernen. Viel mehr darum, ihr ein Kompliment zu machen.
Weil- Scheiße nochmal: die Frau hat einfach Stil. Und weil sie Stil hat, steigt sie auf dem Parkplatz (natürlich) auch in einen Benz. Eine rote A-Klasse.
Natürlich. Ein BMW hätte nicht zu ihr gepasst. Ein VW schon gar nicht. Ein Porsche? Vielleicht. Aber dann kein neuer. Ideal wäre einer aus den 90ern. Aber der Benz passt.
Eben- aus meiner Sicht- ein selten perfektes Ensemble. Tief beeindruckt starte ich meinen kleinen Italiener und steuere meinen Punto nach Hause.

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Netzteil Reset

Nichts zu sehen außer der Maus! Ich bewege die Maus über den grauen Monitor… was issn das jetzt wieder für ein Scheiß?

Also nochmal… Netzschalter gedrückt halten… der Knecht verstummt. Warten. Netzschalter drücken… summen… Monitor… Hardware… grauer Monitor! Ich werde ihn doch nicht etwa neu aufsetzen müssen? Er läuft grad so fein…

Okay- fragen wir mal Dr. Google.

Hmmmm.… Netzteil Reset? Klingt interessant! Machen wir!

Also- wieder ausmachen, danach an der Rückwand nach dem Hauptschalter fummeln und die Kiste wirklich komplett abschalten. Warten. Ein paar Minuten wird es wohl dauern, bis wirklich alle Bauteile (z.B. Elkos) ihre Ladung verloren haben.

Was macht der Elektrolytkondensator (abk. „Elko“)?
Ein Kondensator (von lateinisch condensare ‚verdichten‘) ist ein passives elektrisches Bauelement mit der Fähigkeit, in einem Gleichstromkreis elektrische Ladung und die damit zusammenhängende Energie statisch in einem elektrischen Feld zu speichern.

In der Zeit kann ich ja auf dem Laptop ein Update machen, ne Teekanne aufsetzen, ein Schnitzel klopfen und einen Stollen backen, die Wäsche aufhängen, ein Video schauen – interessant: „Warum wir hassen“. Mehrteilige Doku auf „ZDF Info“. Echt schön gemacht!
Steven Spielberg hat seine Finger drin. Er kanns halt immer noch wie kein zweiter.

So- lange genug gewartet- Hauptschalter… Netzschalter… Kiste summt, Monitor erwacht, Hardware… alles da.

AH! Es lebt wieder!

Netzteil Reset: Muss ich mir merken wenn er das nächstemal spinnen sollte (tut er aber nicht oft)- oder halt generell den Hauptschalter ausmachen.

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Alles neu

Verwandlung.
Transformation.
Prozess.

2015 war ein Jahr in dem vieles zu Ende ging und einiges neu begann. Vor allem aber wurde mir vieles klar! Menschen lösten sich von mir oder wandten sich komplett ab. Das war nicht immer lustig. Vieles geschah überraschend und das eine oder andere war auch schmerzhaft im ersten Moment.
Andere traten verstärkt in mein Leben und spielen heute eine wesentlich größere Rolle als vorher. Der Prozess dauert jedenfalls an und ich bin gespannt, was- oder wer- noch kommen und bleiben mag. Komplett neue tolle Menschen kamen 2018 und 2019 und spielen jetzt eine Rolle- und ich freue mich darüber!

Sag bloß keiner, das durch Facebook keine Freundschaften entstehen würden!

Es sind wohltuende Freundschaften. Auch wenn sie z.T. tausende Kilometer entfernt leben, kann ich durch Facebook doch den Kontakt zu ihnen halten. Ein paar davon durfte ich im Frühjahr 2019 auch kennen lernen.

Jetzt ist November 2019. Das Jahr ist so gut wie „Durch“.
Ich liebe den Herbst!
Bunte Blätter. Tiefe Sonne. Kühle Winde, die Blätter vor sich hertreiben. Tolles Regenschmuddelherbstwetter- so wie es sich gehört! Wolken. Kerzenschein. Tee. Mein Stövchen, auf dem der kleine Gusseiserne Teekessel steht, der Inhalt von der Kerze warm gehalten.
Im Radio sagten sie vorgestern, das bei München Schnee fällt. Facebook-Freund Christian postet Bilder- dort ist schon alles weiß! Tolles Bild. Weiße Weihnachten wären mal wieder schön. Ich bin zu romantisch.