Texte von anderen #2

Habe ich auf Facebook gefunden- und komme der Bitte um kopieren und Teilen gerne nach!


Für ALLE meine nicht-militärischen FREUNDE da draußen, das kann euch helfen, diejenigen von uns zu verstehen, die im Militär gedient haben.

Wir sind Veteranen.

Wir sind in sehr jungen Jahren zu einem unbekannten Abenteuer von zu Hause weggegangen.
Wir haben unser Land genug geliebt, um es zu verteidigen und es mit unserem eigenen Leben zu schützen.
Wir verabschiedeten uns von Freunden und Familie und allem, was wir wussten.
Wir haben die Grundlagen gelernt und dann haben wir uns im Wind bis an die fernen Ecken der Erde verstreut.
Wir haben neue Freunde und neue Familie gefunden.
Wir wurden Brüder und Schwestern unabhängig von Farbe, Rasse oder Glauben.
Wir hatten viele gute Zeiten und viele schlechte Zeiten.
Wir haben nicht genug geschlafen.
Wir haben zu viel geraucht und getrunken.
Wir haben sowohl gute als auch schlechte Gewohnheiten aufgegriffen.
Wir haben hart gearbeitet und härter gespielt
Wir haben keinen großen Lohn verdient.
Wir erlebten das Glück des Postanrufs und die Traurigkeit fehlender wichtiger Ereignisse.
Wir wussten nicht, wann oder auch nicht, ob wir jemals wieder nach Hause gehen würden.
Wir sind schnell groß geworden und doch sind wir irgendwie nie erwachsen geworden.
Wir haben für unsere Freiheit und für die Freiheit anderer gekämpft.
Einige von uns haben einen echten Kampf gesehen, und einige von uns nicht.
Einige von uns haben die Welt gesehen und einige von uns nicht.
Einige von uns beschäftigten sich mit physischer Kriegsführung, die meisten von uns beschäftigten sich mit psychologischer Kriegsführung.
Wir haben Dinge gesehen und erlebt und behandelt, die wir nicht vollständig beschreiben oder erklären können, da nicht alle unsere Opfer physisch waren.
Wir haben an der Zeit teilgenommen, die Zeremonien und Rituale miteinander geehrt haben, um unsere Bindungen und Kameradschaft zu stärken.
Wir haben aufeinander gezählt, um unseren Job zu erledigen und manchmal, um ihn überhaupt zu überleben.
Wir haben uns mit Sieg und Tragödie beschäftigt.
Wir haben gefeiert und getrauert.
Wir haben unterwegs einige verloren.
Als unser Abenteuer vorbei war, gingen einige von uns zurück nach Hause, einige von uns haben irgendwo neu angefangen und einige von uns kamen gar nicht nach Hause.
Wir haben erstaunliche und lustige Geschichten von unseren Ausbeutungen und Abenteuern erzählt.
Wir teilen eine unausgesprochene Bindung miteinander, die die meisten Menschen nicht erleben und nur wenige verstehen werden.
Wir sprechen hoch über unsere eigene Dienststelle und stupsen Spaß in den anderen Filialen.
Wir wissen jedoch, dass wir bei Bedarf für unsere Brüder und Schwestern da sein werden und als eins zusammenstehen, im Herzschlag.
Ein Veteran zu sein, ist etwas, das verdient werden musste, und es kann nie weggenommen werden.
Es hat keinen Geldwert, aber gleichzeitig ist es ein unbezahlbares Geschenk.
Die Leute sehen einen Veteranen und danken ihnen für ihren Dienst.
Wenn wir uns sehen, geben wir das kleine aufwärts Kopfnicken oder ein leichtes Lächeln, wenn wir wissen, dass wir Dinge geteilt und erlebt haben, die die meisten Menschen nicht haben.
Also, von mir selbst an die restlichen Veteranen da draußen, lobe und danke für alles, was ihr für euer Land getan und geopfert habt.
Versuche, dich an die guten Zeiten zu erinnern und die schlechten Zeiten zu vergessen.
Teile deine Geschichten.
Aber am wichtigsten ist: Sei groß und stolz, denn du hast dir das Recht verdient, ein Veteran genannt zu werden.

Wenn Sie ein Veteran sind, kopieren, einfügen und teilen.


Ich persönlich finde ja, der alte Shakespeare hat im Königsdrama „Heinrich V.“ einen besseren Text geschrieben:

Der heut’ge Tag heißt Crispianus‘ Fest: Der, so ihn überlebt und heimgelangt, Wird auf dem Sprung stehn, nennt man diesen Tag, Und sich beim Namen Crispianus rühren.
Wer heut am Leben bleibt und kommt zu Jahren,
Der gibt ein Fest am heil’gen Abend jährlich Und sagt:
»Auf Morgen ist Sankt Crispian!«,

Streift dann die Ärmel auf, zeigt seine Narben Und sagt: »An Crispins Tag empfing ich die.«
Die Alten sind vergeßlich; doch wenn alles Vergessen ist, wird er sich noch erinnern Mit manchem Zusatz, was er an dem Tag Für Stücke tat: dann werden unsre Namen, Geläufig seinem Mund wie Alltagsworte, Heinrich der König, Bedford, Exeter, Warwick und Talbot, Salisbury und Gloster, Bei ihren vollen Schalen frisch bedacht!
Der wackre Mann lehrt seinem Sohn die Märe, Und nie von heute bis zum Schluß der Welt Wird Crispin Crispian vorübergehn, Daß man nicht uns dabei erwähnen sollte, Uns wen’ge, uns beglücktes Häuflein Brüder:
Denn welcher heut sein Blut mit mir vergießt, Der wird mein Bruder; sei er noch so niedrig, Der heut’ge Tag wird adeln seinen Stand.
Und Edelleut‘ in England, jetzt im Bett‘, Verfluchen einst, daß sie nicht hier gewesen, Und werden kleinlaut, wenn nur jemand spricht, Der mit uns focht am Sankt Crispinus-Tag.

This day is call’d the feast of Crispian. He that outlives this day, and comes safe home, Will stand a tip-toe when this day is nam’d,
And rouse him at the name of Crispian.
He that shall live this day, and see old age, Will yearly on the vigil feast his neighbours, And say ‚To-morrow is Saint Crispian.‘
Then will he strip his sleeve and show his scars, And say ‚These wounds I had on Crispian’s day.‘

Old men forget; yet all shall be forgot, But he’ll remember, with advantages, What feats he did that day. Then shall our names, Familiar in his mouth as household words-
Harry the King, Bedford and Exeter, Warwick and Talbot, Salisbury and Gloucester-
Be in their flowing cups freshly rememb’red.
This story shall the good man teach his son; And Crispin Crispian shall ne’er go by, From this day to the ending of the world, But we in it shall be remembered- We few, we happy few, we band of brothers;
For he to-day that sheds his blood with me Shall be my brother; be he ne’er so vile, This day shall gentle his condition; And gentlemen in England now-a-bed Shall think themselves accurs’d they were not here,
And hold their manhoods cheap whiles any speaks
That fought with us upon Saint Crispin’s day.

So sehe ich jedenfalls meine acht Jahre beim Bund.
Ich war Soldat auf Zeit.
Ich war im Auslandseinsatz.
Ich bin Veteran.
Viele verstehen das nicht- oder nicht richtig- was das bedeutet.
Aus meiner Sicht, wurde und bin ich damit Teil einer Gemeinschaft- auch wenn ich viele davon seit über 20 Jahren nicht gesehen habe! Aber hier hilft tatsächlich das Internet und Facebook, den Kontakt zu halten. Zwar lose- aber immerhin.
Und alleine dafür bin ich Facebook sehr dankbar!

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Texte von anderen #1

Da ich natürlich nicht der einzige bin, der schreibt, lese ich ab und zu auch Texte, die mich berühren und die ich teilen will.

Unter diesem Link findet ihr den Text einer jungen Dame, die ich vor ein paar Jahren in der Garderobe der Discothek „GOYA“ in Aschaffenburg kennenlernen durfte- und die mich schon damals einigermaßen beeindruckte.
Ganz einfach weil sie- aus meiner Sicht- da nicht hin gehörte.

Bittesehr: Ladies & Gentlemen- aus dem Blog „grossgeschrieben“ der Text

DIE GESCHICHTE WIRD IMMER WIEDER (NEU-)ERZÄHLT… IN ENDLOSSCHLEIFE.
ZEIT FÜR DEN NÄCHSTEN TRACK!

Prädikat: Unbedingt Lesenswert.

Danke an die Autorin das ich den Eintrag verlinken durfte.

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Die Corona-App

Aus gegebenem Anlass gebe ich hiermit bekannt, das ich- als bekennend naives Obrigkeitshöriges „Schlafschaf“ das ich dann in den Augen einiger wohl bin- mir tatsächlich die Corona-App installiert habe!

Heute vormittag musste ich lesen, das einer meiner Facebook-Freunde darauf „bestand“, wer diese App installiert habe, solle sich umgehend „entfreunden“!
Nun- denke ich mir-

Reisende soll man nicht aufhalten…

Aber, weil ich außerdem ein bekennend fauler Hund bin sage ich hiermit, sollte sich in meiner Freundesliste jemand deswegen zu meinem Bedauern unwohl fühlen, kann er/sie sich jederzeit entfreunden!

Auch wenn ich mir des Risikos durchaus bewusst bin…

Ich verbringe zwar wirklich viel Zeit auf Facebook- aber ich weiß tatsächlich auch und bin mir dessen bewußt, dass das „Leben“ an sich nur am rande mit dem zu tun hat, was sich auf Facebook abspielt.

Zumindest sollte es so sein!

„Echte“ Freunde werden nicht durch einen Mausklick „entfreundet“ – oder ich habe da Jahrzehntelang was falsch verstanden! Wie diese eine junge Dame an einem Faschingssonntag vor ein paar Jahren die mir, rabendicht wie sie war, minutenlang die Ohren vollquatschte, warum ich sie auf Facebook entfreundet hatte- obwohl wir im echten Leben nur wirklich wenig… eigentlich gar keine(!)… Berührungspunkte hatten!

Solche Diskussionen werde ich
jedenfalls nicht führen!

Wer mich auf Facebook entfreundet- okay!
Cool! Man sieht sich (NEIN! Das ist keine Drohung!)!
Ich wünsch dir was und Gottes Segen!

Genauso hab ich nie verstanden, warum in manchen Gruppen ein Riesenfass aufgemacht wurde, wenn ein Eintrag verschwand!
NA UND?! SCH**** DRAUF!
Dann hats halt einem nicht gefallen! Buhuuu! Heul leise!

Okay- zurück zum Thema: Ich habe die App installiert!
Wie gesagt – wer sich deswegen unwohl fühlt: Sorry! Tut mir leid!
Wenn du dich deswegen entfreunden willst:
Kein Ding! Wirklich. Mach dir keinen Kopp deswegen.

Ein kluger Text zu dem Thema kommt von meiner lieben und klugen Facebook-Freundin Katja:

Amazon so: „Ey, dürfen wir Deine Daten speichern über jedes paar Socken, dass Du kaufst und jeden Thermomix und jede Anti-Pickelcreme und Dich zehn mal am Tag daran erinnern, was Du jemals je im Netz gesucht hast?“ und alle so: Yeeeeeaaah!!!!

Facebook so: „Ey! Dürfen wir Deine Daten und Bilder und Freunde speichern und Dich den Rest Deines Lebens daran erinnern, was Du wann wo mit wem gemacht hast und wo Du gerade bist?“ und alle so: „Jaaaaaa! !!!!“

Google so: „Huhu! Dürfen wir Dein Bewegungsprofil speichern und auf amerikanischen Servern speichern und auswerten, ob Du zu Fuss, mit dem Auto oder Deinem Fahrrad in Pusemuckel warst!?“ und alle so: „Yessss!!!“

Bundesregierung so: „Guten Tag, lieber Bürger! Dürfen wir Deine Daten speichern, Dein Bewegungsprofil und damit Dein Leben, Deine Gesundheit und das von anderen schützen!?“ und alle so: „Neeeeeeeiiiin!!!! Daaaateeenschuuuutz!!!“
(Katja Dornberger)

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Bastelarbeit

Ich habe viele Bilder gemacht in den letzten Jahren und unzählige Leute in vielen Locations bei vielen Events fotografiert…

Aber es gibt doch eine Location, von den ganzen die- seit ich angefangen habe in die Clubs zu marschieren und Leute zu fotografieren- mir ein bißchen fehlt:

Das Centro!

(anderen eher bekannt als „Apfelbaum“ oder „Baum“ oder „Nightlife“)

Meines Wissens die einzige Großraumdisco am bayerischen Untermain.
Großartige- um nicht zu sagen legendäre- Partys, Shows und Events habe ich hier erleben dürfen.

Wo sonst hatte man eine Deckenhöhe von mehreren Metern die es erlaubte, Artistenshows zu zeigen? Wo sonst wurde auf die Theke Alkohol gegossen und angezündet?
Tolle Menschen durfte ich dort kennenlernen und habe ich noch heute in meiner Facebookliste.

Nun- also habe ich eine kleine Seite gebaut!

Eine Bilderseite voll mit Erinnerungen aus den Jahren von 2009 bis 2014. Fünf Jahre Partys, Events, Shows und Live-Gigs.
Alle Bilder neu bearbeitet und – wegen des nostalgischen Charakters – in schwarzweiss.
Bittesehr- Ladies & Gentlemen…

meine kleine Hommage an das
Centro in Aschaffenburg-Nilkheim.

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Coronazeiten

Wir sollten uns mal fragen, was wir gerade für Zeiten erleben.
Es sind keine schönen Zeiten, soviel ist klar.
Aber es sind definitiv (auch) außergewöhnliche Zeiten.

Meine Großeltern haben den Krieg erlebt. Nach dem Krieg zogen meine Eltern und Großeltern damals aus ihrer Heimat (damalige Tschechoslowakei) nach Deutschland und mussten nochmal bei „0“ anfangen.

Aber selbst wenn ich meine Großeltern noch Fragen könnte, würden sie mir wahrscheinlich bestätigen, dass sie eine derartige Situation nie erlebt haben.
Worte wie „Ausgangsbeschränkung“ oder gar „Ausgangssperre“ waren in Deutschland unbekannt. Wir erleben gerade etwas, was vor uns in Deutschland- und Teilen der Welt- in dieser Form noch niemand erlebt hat!

Ist das toll? Nein, verdammt!

Aber das wird später in den Geschichtsbüchern stehen!
Hätte uns einer das vor einem Jahr weißmachen wollen, hätten wir nachgesehen ob sein Aluhut vielleicht zu eng sitzt – und hätten ihn einweisen lassen!

Es stimmt schon was auf dem Meme geschrieben steht:
„Es sortiert sich nur neu!“
Allerdings sollte man vielleicht das „nur“ streichen.

Man hört das ja auch von vielen Wissenschaftlern: Vieles wird danach nicht mehr so sein, wie vorher. Es kann auch niemand sagen, wie lange das noch dauert. Ich denke, Mutter Natur bremst uns gerade aus und zeigt uns, wer hier wirklich am Ruder steht. Überall ist Stillstand. Aber- wenn wir uns den Himmel ansehen- NUR Blau!

Ich denke, es ist nicht alles schlecht momentan.

Was danach alles möglich wäre?
Einiges. Vieles.
Wer hat schon die Kristallkugel, in der zu sehen ist, wann diese Krise endet und wie es dann weiter geht? Momentan sollte es eher darum gehen, ruhig und besonnen zu bleiben und nicht in irgendeinen blinden Aktionismus zu verfallen.

Was man tun kann? Aus meiner Sicht ist das ziemlich einfach:
Lernen, allein zu sein. Nicht durchdrehen beim Einkaufen. Ein Buch lesen. Ruhig bleiben.

Natürlich kann man auch in der Bude hocken und sämtliche Serien auf Netflix streamen. Man darf ja durchaus spazieren gehen. Das habe ich tatsächlich vorhin getan… natürlich hatte ich meine Kamera dabei.

War ich alleine? Ja!
War sonst niemand auf der Straße?
Blödsinn! Hallo?! Es war sonnig. Es war nicht zu kalt und nicht zu warm = NATÜRLICH war ich nicht alleine auf weiter Flur!
Da waren komplette Familien mit sämtlichen Altersgruppen am Start! Aber- der Großteil war tatsächlich alleine oder zu zweit unterwegs. Immerhin. Wir werden sehen, was weiter passiert.

Passt auf euch auf und bleibt gesund,
ihr Leute im anderswo!

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Colos-Saal

Ich musste schon sehr weit in meinem Archiv zurückgehen…

Im Jahre des Herrn Anno Domini 2003, genauer: am 29.06.2003 schoss ich um 20 Uhr, mit meiner damaligen Kamera, einer Minolta DiMAGE 7, mein allererstes Bild im Colos-Saal.
Zu diesem Zeitpunkt hätte man es an einer Hand abzählen können, wie oft ich schon im Colos-Saal gewesen war!
Und natürlich hatte ich überhaupt keine Ahnung vom fotografieren!
So sieht das Bild auch aus…


„Fettes Brot“ standen damals auf der Bühne.

Ich hatte damals noch „überhaupt keinen blassen“ (Dunst) von Blende, Belichtungszeit, ISO etc. und vertraute darauf, dass die Kamera das schon richtig machen würde…

Als erstes lernte ich, das man der Technik nicht zu sehr vertrauen sollte!

Als nächstes lernte ich „Die ersten drei Lieder ohne Blitz – und dann raus!“
Das habe ich mittlerweile so verinnerlicht, das ich einmal eine junge Kollegin eines anderen Medienunternehmens anraunzte, den Blitz auszumachen.

Was ich sagen will; Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Aber ich lernte dazu. Und der Colos-Saal wurde in den folgenden Jahren ein guter… Nein. Kein guter!
Der Colos-Saal war für mich ein hervorragender Platz dafür!
Für mich war der Colos-Saal nichts weniger als ein Lehrer!

Als erstes durfte ich damals Claus Berningers liebe Frau kennenlernen.
Sie oder Matthias Garbe verbrachten damals viele Stunden neben mir bei meinem damaligen Arbeitgeber und kürzten mit mir zusammen Texte, so das sie irgendwann ins Layout passten.

Ich erlebte, wie Anke Engelke einen Fotografen verscheuchte und Tom Gäbel quatschte mich während seines Konzerts von der Bühne aus an.
Angelo Kelly habe ich in guter Erinnerung als (überraschenderweise) harten Rocker und tollen Liveperformer.
Von Matthias Garbe wurde ich bei einem Konzert von Heinz Rudolf Kunze mal aus dem Saal geholt, weil ich nach den ersten drei Liedern nicht freiwillig rauskam. Moses Pelham schwitzte mir einmal bei einer exzellenten Liveshow auf die Kamera. Ich erlebte The BossHoss, The Hooters, Jan Delay, Grandmaster Melle Mel, 10cc, Roachford, Uriah Heep, Christina Stürmer, Wir sind Helden, Kool Savas und endlos viele andere! Von den vielen großartigen lokalen Bands will ich gar nicht anfangen- diese Liste wäre endlos!

Ich sah, wie der damals schon über 70jährige Mani Neumeier aus einem Sack Klangschalen auf die Bühne schüttelte- sich anschließend auf den Boden hockte und auf dem Bühnenboden ein beeindruckendes minutenlanges Solo auf diesen Klangschalen ablieferte. Ein Erlebnis war Friedrich Liechtenstein, mit dem ich nach seiner Show ein Selfie machen konnte- ähnlich wie mit SEVEN.

Einer der emotionalsten Momente war das Konzert von Candy Dulfer am 21. April 2016.
Am Todestag von Prince spielte sie zufällig im Colos-Saal – und sie spielten Prince zu Ehren „Purple Rain“.
(Warum das in dem Zusammenhang eine ganz besondere Bedeutung hat, steht in dem verlinkten Wikipedia-Artikel über Candy Dulfer)

Wenn ich die ganzen Bilder- also ALLE(!)- zusammenzählen würde, die ich seit jenem Konzert von „Fettes Brot“ am 29.06.2003 im Colos-Saal gemacht habe, es wären sicherlich mehrere hunderttausend!

Ich sage, ich lernte im Colos-Saal das Fotografieren- die „Available Light“ Fotografie (also mit dem arbeiten, was an Licht da ist). Ein jahrelanges „Try & Error“.
Und ich bin wirklich dankbar, dass ich das machen durfte und das man- Claus Berninger und sein Team- mich eigentlich immer hat machen lassen!

Tolle Konzerte durfte nicht nur ich während meiner Arbeit, sondern auch tausende andere im Publikum, erleben. Seit über 35 Jahren steht der Colos-Saal an dieser Stelle im Roßmarkt in Aschaffenburg.
Aschaffenburg ist- für mich- ohne Colos-Saal, eigentlich undenkbar.

Seit 2003 – seit 17 Jahren –
fotografiere ich im Colos-Saal.

Habe ich eine emotionale Bindung an diese Location?
Scheiße! Natürlich! Ja, verdammt!

Will ich helfen, wenn Colos-Saal Chef Claus wegen der derzeitigen Situation eine Crowdfunding-Aktion startet, um seinen Club und die Arbeitsplätze die daran hängen, zu retten?
Aber unbedingt!

Aschaffenburg wäre kulturell wesentlich ärmer ohne den Colos-Saal- und ich hätte wahrscheinlich viel weniger wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Wer spenden möchte:
https://www.gofundme.com/f/der-colossaal-braucht-eure-unterstutzung

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Review: Togo

Nur ein weiteres Schlittenhunde-Musher-Rührstück? Nein!
Hundefreunde werden ihre helle Freude daran haben, das Disney hier tatsächlich Hunde dressiert- anstatt (wie in „Ruf der Wildnis“ mit Harrison Ford) die einfachere CGI-Variante gewählt hat.

Im New Yorker Central Park steht eine Statue von „Balto“.
Balto war EIN Leithund (es gab in diesem Gespann noch einen zweiten Leithund; „Fox“) des LETZTEN Gespanns einer Staffel von insgesamt 20 Mushern und 150 Hunden, die sich damals auf den Weg machten. Insgesamt mussten über 1000km zurückgelegt werden.

Togo war damals schon 12 Jahre alt!

Der damals schon 12jährige Togo war der Leithund des Gespanns von Leonhard Seppala (toll hier: Willem Dafoe).
Zusammen mit sechs weiteren Hunden bildeten sie das Gespann, welches damals die längste Strecke zurücklegte: 420km in drei Tagen!

Sollte man sich den Film mal anschauen? Unbedingt! Es ranken sich ja wirklich Mythen und Legenden um dieses härteste und längste Schlittenhunderennen der Welt mit Temperaturen bis -50 Grad (im sog. „Windchill“ auch darüber). Ich finde, es lohnt sich mal anzuschauen, wo die Wurzeln des jährlichen „Iditarod“ Schlittenhunderennens liegen.

Wobei der 1925er Serum Run nicht wirklich der Ursprung war-
aber das soll sich jetzt jeder selbst durchlesen.

Fazit: Solide inszeniert. Schön fotografiert und Willem Dafoe macht einen tollen Job. Kann man sich gut anschauen. Toll ist, das sich im Film wirklich ziemlich eng an die damaligen Begebenheiten gehalten wurde! Problem ist eher, das man sowas schon zu oft gesehen hat und der „AHA-Effekt“ fehlt. Mir fehlt er zumindest.
Dennoch schönes Stück Film: 4,5/5

Musher Leonhard Seppala mit Togo

Was steht geschrieben:

„Togo ist eine liebenswerte und aufregende Underdog-Geschichte, die stark von ihren Stars (Hund und Mensch) profitiert. Es ist eine zeitlose Geschichte, die gut erzählt wird.“

Rotten Tomatoes: 89% Zustimmung und durchschnittlich 7,54 von 10 bei 25 Reviews

„Spektakulär gefilmtes Rettungsabenteuer und ein liebevolles Filmdenkmal für den heldenhaftesten Hund aller Zeiten. Das Hin- und Herspringen zwischen den Zeitebenen geschieht allerdings auf Kosten von Spannung und Tempo.“

Fimstarts.de: 3,5 von 5 = Gut
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Kassenzettel

Kassenzettel nerven. Natürlich. Auch mich.
ABER: Momentan sollte man die Dinger vielleicht doch mitnehmen.
Weil- was mich NOCH MEHR nervt- oder nerven würde- ist, diskutieren mit einem Polizisten der vielleicht schon seit Stunden Leute kontrolliert und deswegen evtl. schon „Grundgenervt“ ist.

Es steht zwar nirgends geschrieben das man die Dinger mitführen muss, wenn man einkaufen war. Aber ggf. ist das vielleicht doch keine so abwegige Idee.
Immerhin besteht in Bayern momentan eine Ausgangsbeschränkung. Man darf noch einkaufen gehen. Aber…

ich zitiere:

Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Deswegen werden die Polizeistreifen noch einmal besonders verstärkt, damit die Bevölkerung überall diese Polizeipräsenz wahrnehmen kann. Die Polizei wird stichprobenartig kontrollieren.

Bayern.de, Homepage der bay. Staatregierung:
https://www.bayern.de/service/informationen-zum-coronavirus/faq-zur-ausgangsbeschraenkung/


Weil- Achtung: Das sind auch nur Menschen, die ihren Job machen wollen. Assis, die das nicht begreifen gibts genug- im Hartz 4 TV bekommen die täglich ihre Portion Aufmerksamkeit.

Also- ich denke, den Stress isses nicht wert und der Kassenzettel ist Zuhause auch schnell entsorgt.

Es gab beim Bund damals den schönen Begriff „Leben in der Lage“.
Genau sowas haben wir gerade. Wir werden gerade- aus guten und (hoffentlich für jeden) nachvollziehbaren Gründen- in unseren Freiheitsrechten beschnitten.
Einerseits.

Andererseits: Schaut mal nach oben.
Blauer Himmel.
Was seht ihr noch- oder besser, was seht ihr NICHT?
Kondensstreifen!
Man sieht ungestört einen mal wirklich blauen Himmel ohne irgendwelche Flugzeuge bzw. Kondensstreifen.

Was noch: Ich wohne ja Luftlinie ca. 500m von der A3 weg. Wenn ich früher immer Abends das Fenster kippte, hatte ich immer die Geräuschkulisse der A3.
Heute höre ich (fast) nichts!

Das hat zwar jetzt mit den Kassenzetteln nichts zu tun. Aber solche Zeiten haben immer zwei Seiten. Eine eher lästige- und eine, die man sogar richtig gut finden kann.

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Lieber Kosmos…

von Katrin Sorgenfrey

Lieber Kosmos,
Liebes Universum,
Liebe Erde.

Ich kann das alles verstehen.
Meine Seele ahnt, worum es geht.

Und vielleicht geht es Dir nicht darum, den Schuldigen zu suchen.
Sondern einfach darum, dass es aufhört.
Dass wir wirklich wach werden.
Demütig werden.
Und in die Liebe gehen.

Aber …

Ich habe immer ein Aber.

Da draussen sind Menschen,
Die schon ganz ganz lange an Dich denken.
Die nicht mitmachen wollten bei der Entwicklung der letzten Jahre.
Die aufgestanden sind.
Die viel riskiert haben.
Die keine Versicherungen abgeschlossen sondern sichere Strukturen verlassen haben, um ihrem schöpferischem Geist nachzugehen.
Und uns zu erinnern, dass wir – freie Wesen – sind.

Keine Engel.
Aber sie haben ihr Bestes gegeben, einen Beitrag zu leisten, um auf die Missstände hinzudeuten.
Um zu demonstrieren und auszusteigen aus dem blinden und überflüssigen Konsum auf Kosten anderer Länder, anderer Menschen, Tieren, der Natur.

Sie haben verzichtet.
Sie waren konsequent.
Sie sind in sich gegangen.
Sie haben sich mit Gleichgesinnten zusammmengetan und sich gegenseitig unterstützt und angefeuert.

Viele davon hängen jetzt am Turm, weil sie diesen Weg gegangen sind.
Alles auf eine Karte gesetzt haben.

Ihre Projekte kommen zum Erliegen.
Das, was sie gerade mühsam aufgebaut haben, das droht ihnen wieder genommen zu werden.

Und ja.
Es gibt bestimmt Wege.
Und ja.
Es erfordert Geduld.

Doch glaubst Du, dass diese Menschen nicht genügend Anstrengungen hinter sich haben?
Mit ihrem Beitrag, mutig nach vorne zu gehen und Leute wie mich mitzunehmen.

Dass sie es nicht verdient hätten, JETZT gesehen zu werden.
So wie die, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um den Kranken zu helfen.

Die vielen Künstler, Die unser Leben so viel bunter, reicher und schöner machen.

Die Künstler, die nicht auf den ersten Plätzen der Hitparaden stehen.
Die ihr eigenes Label haben oder frei musiziert, geschrieben, gemalt und gestaltet haben.
Die sich keinem Management unterworfen haben.
Die uns ermutigen, zum Lachen bringen, inspirieren, besinnen.
Und uns aufforderten, zu UNS zu steh’n.

Lieber Kosmos,
Liebes Universum,
Liebe Erde,
Liebe Menschen!

Lasst Gerechtigkeit in der Werteskala nach oben schnellen.
Lasst uns die Menschen zu Vorbildern und Führern machen, die unser Herz erfüllen.

Erdacht und niedergeschrieben von Katrin Sorgenfrey.
https://katrin-sorgenfrey.de/#

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