AKF 2014

Wie jedes Jahr. Los gehts mit dem Afrika-Karibik-Festival.

Es folgen Aschaffenburger Stadtfest und Gickelskerb.

Eigentlich ging es schon im Juli knackig los. Ich war gut beschäftigt und langeweile kam nur selten auf.
Schulklassen wollten geknipst werden, eine Einweihung, Mühlbergfest, KOMMZ… es ging schlag auf schlag.
So gefällts dem Onkel – der Juli, inkl. erste Augustwoche, war cool!
Jetzt kommt das AKF!

(Hinweis: Im folgenden Text verwende ich die Abkürzung AKF für das Afrika-Karibik-Festival in Aschaffenburg- nicht zu verwechseln mit dem Würzburger… oder sonstwo.)

Ich freue mich aufs AKF.

Jedes Jahr ein persönlicher Genuss. Mittlerweile irgendwie fast ein „Klassentreffen“. Man trifft allerlei Leute, die man über die Jahre kennen- und schätzen, gelernt hat. Und damit meine ich nicht nur die werten Fotografenkollegen.
Sei es das Security-Team von Ernie, das Team von AB Event & Marketing, meine süße „Lieblingslesbe“ Franzi (fehlt dieses Jahr leider), die Ohrbooten, die hinreißend verrückte Alex…

Heute steht AFROB auf der Bühne. Ein Fest!
Habe ich ja schon letztes Jahr gefeiert, als er mit Max Herre mitkam.

Donnerstag, 14.08.2014 – Afrika-Karibik-Festival: Tag 1

War schon cool. Ein bißchen hatte es geregnet- aber wirklich nur kurz. Danach war Ruhe und man konnte das Festival genießen.

Moop Mama waren mir bis gestern überhaupt kein begriff. Die 10köpfige Brass Band aus München lieferten aber eine sehr eindrucksvolle Visitenkarte ab und brachten das Volk nach Afrob sehr schön zum toben. Ordentliche Bläsersätze, gepaart mit HipHop- hat man nicht oft und lässt sich gut hören.

Darauf folgte Samy Deluxe und gab altes (z.B. „Weck mich auf“) und neues zum besten. Der Routinier hatte nach den ersten Takten schon die Meute im Griff und legte nach Moop Mama noch ein Schippchen drauf. Zu guter letzt holte er auch Afrob auf die Bühne. Zusammen perfomten sie den Klassiker ASD (Aus dem 2003er Album „Wer hätte das gedacht“)

Gentleman war dann Highlight, einer der Headliner und Schluss-Act des ersten Tages. Auch er hatte das Volk voll im Griff. Toll war, als alle ihr Feuerzeug zückten und hochhielten. Das erstemal das ich sowas knipsen konnte. War cool. Ich hatte mein 85mm/1.4er Walimex drauf und die Blende „Scheunentor“-Offen.
Besondere Ehre wird ihm dieses Jahr zuteil: Als erster Reggae-Musiker überhaupt(!) wird er ein MTV Unplugged spielen.

Freitag, 15.08.2014 – Afrika-Karibik-Festival: Tag 2

War schon ein bißchen nervig. Immerhin machte der Regen ein paar Päuschen- aber dennoch nervte das Wetter. Normalerweise mag ich ja solches Herbstwetter… zumindest mehr, als z.B. 35°C und knallende Sonne.
Aber irgendwie hatte sich mein Hals gedacht „Uuuh- is aber schon frisch hier. Und zugig. Da nerven wir ihn doch mal…“ Sprachs- und nervte mich dann mit Halsweh. Dazu kam noch Kopfweh (dieser typische Kopfweh, der dir signalisiert „Hähähä- du wirst jetzt krank und liegst die nächsten Tage fett auf der Nase!“) so das ich schon befürchtete, etwas auszubrüten.
Deswegen brach ich wirklich schon kurz nach den drei erlaubten Songs bei Wyclef Jean (nach drei Songs müssen die Fotografen den „Graben“ vor der Bühne verlassen) meine Zelte ab und fuhr nach Hause.

Die Absolventen der staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik kamen dieses Jahr wieder- nachdem sie letztes Jahr von mir fast schmerzlich vermisst wurden- auf das AKF und hatten ihr Programm „ARTEFEX“ dabei. Sehr schön und faszinierend wie immer, zeigten die jungen Herrschaften, was sie während ihrer Ausbildung gelernt hatten.

Immerwieder toll ist Ees (Eric Sell) aus Südafrika. Zum einen macht er immer eine tolle und mitreißende Bühnenshow, zum anderen pflegt er wie kaum ein anderer seine Fanbase- und das AKF liebt ihn dafür. Nach der Show kommt er immer zu seinen Fans und quatscht mit ihnen. Der Mann weiß, was seine Fans wert sind. Null arrogant und keine Allüren. Bilder machen? Jederzeit! Ein toller, sehr angenehmer Mensch.

Chronixx brachte guten alten entspannten Reggae zurück auf die AKF-Hauptbühne. Das Volk fands geil und feierte das ordentlich. Besonders die erste Reihe flippte sehr schön aus.

Dann kam ER… also ER!
Ich finde es ein bißchen seltsam und sehr schade, das Sean Paul oder CRO mehr Leute auf das AKF gelockt haben, als ein wirklich großer(!) Star wie Wyclef Jean. Ich meine, der Mann ist schon seit Urzeiten im Geschäft und hat Leute produziert wie Whitney Houston, Simply Red, Michael Jackson, Carlos Santana, The Black Eyed Peas, Sinéad O’Connor, Tom Jones, Mick Jagger und einige andere.
Er hatte Welthits mit den Fugees (z.B. Killing Me Softly, Fu-Gee-La, Ready or Not u.a.), brachte Gitarrengott Carlos Santana zurück in die Charts (Maria Maria, 1999), sang zusammen mit Mary J. Blige den Hit „911“ und wollte sogar als Präsident Haitis kandidieren.
Ich gehe fast soweit zu sagen „Der Mann ist eine lebende Legende.“
Und trotzdem war der Platz weniger gefüllt als z.B. bei CRO oder Sean Paul!
Was, meiner persönlichen Meinung nach, ein echtes armutszeugnis darstellt für den Musikgeschmack derjenigen, die lieber CRO oder Sean Paul zugejubelt haben- aber das Highlight Wycelf Jean verschmähten.

Und da beschweren sich immernoch manche über die Preise des AKF!
Sorry- aber einen amtlichen Weltstar wie Wycelf Jean, oder meinetwegen CRO, Sean Paul oder auch Fettes Brot holt man nunmal nicht mal eben für nen „Eurofuffzich“ nach Aschaffenburg.
Also in die Provinz. Wo ja nichts los sein soll!

Jedenfalls war es wirklich ein Erlebnis… nein! Es war (für mich persönlich) eine Ehre und ein Privileg, den Mann live erleben UND knipsen zu dürfen!

Ich wäre auch wirklich gerne bis zum Schluss geblieben- aber mein Hals machte mir wirklich zu schaffen!
Und bevor ich die beiden restlichen Tage des AKF auf der Nase liege, trat ich dann den „taktischen Rückzug“ an, machte mir zuhause ein Süppchen warm, machte die Bilder soweit fertig, krabbelte dann ins Bettchen, mummelte mich ein und machte Bubu… Motherfuckinbullshitverfluchtesdrecksscheißwetter!

Samstag, 16.08.2014 – Afrika-Karibik-Festival: Tag 3

Boah wie nervig! Wegen meinem blöden Halsweh verpasste ich am Freitag wahrscheinlich eine der legendärsten Bühnenshows des AKF ever.
Wyclef brachte die Security ordentlich zum rotieren, als er während seines Auftrittes ein spontanes Bad in der Menge nahm und einem Gast den Joint mopste, um mal kurz dran zu ziehen (Der Typ kann jetzt sagen, er hat einen Joint mit Wyclef Jean geraucht- und es stimmt sogar!).
Danach krabbelte er wohl auf den Technikturm, hing sich dort an eine Quertraverse- und sang locker weiter!
Danach entschwand er sogar kurz komplett(!) der Security, um mal schnell am Corona-Doppeldeckerbus ein Corona zu zischen. Klar- auch ein Wyclef Jean hat Durst…

Wie mich das nervt kann ich garnicht sagen!
Dabei hatte ich wirklich beim heimfahren das Gefühl „Fahr nochmal zurück! FAHR NOCHMAL ZURÜCK!“
Dieses nervige Stimmchen, was auf einen einredet- ihr kennt das…

Der Samstag begann für mich nochmal im Zirkuszelt bei der Show ARTEFEX.
Kann man sich auch 2x anschauen was die Herrschaften so machen.

Danach gings weiter zur Hauptbühne zu Ganjaman. Schön was er macht und die Fans wissen das zu würdigen. Kann man sich ruhig anhören. Mein Geschmack ist es jetzt nicht so unbedingt.

Die Artistik-Show der Black Wizards ist immerwieder toll. Wenn sie sich unter brennenden Stöcken in bester Limbo-manier durchquetschen, oder durch Reifen springen ist schon sehr sehenswert!

Auf der Hauptbühne gabs dann meine Lieblinge „Die Ohrbooten“. Ich mag die einfach und sie machen ne feine Show. Die Menge feiert und grölt die Songs mit.

Den Abschluss auf der Hauptbühne machten die sieben Spanier von „La Pegatina“.
Letztes Jahr machten sie noch den „Rausschmeißer“ auf dem AKF- waren der letzte Act am Sonntagabend. Und überzeugten sofort, sie dieses Jahr direkt nochmal zu holen! Und mit was? Mit recht!
Eine wahrlich explosive Bühnenshow mit Akkordeon, Trompeten und sieben quirligen Spaniern. Man versteht zwar nicht was sie singen- aber ihr fröhliches rumgehopse auf der Bühne reißt einen einfach mit.

Der Stand von „Da Sandwichmaker“ ist mittlerweile sowas wie eine Institution auf dem AKF. Da gibts außer was zum schnabulieren, auch den ganzen Tag tolle spontane Sessions. Gibts aber immer auf dem AKF. Man kann sich da ruhig mal ne zeitlang hinstellen und warten was passiert. Immer ein Anziehungspunkt der eine spontane Menschentraube zur folge hat.

Den Abschluss machte im Zirkuszelt der Berliner Martin Jondo.

Ungeheuer praktisch fand ich dieses Jahr auf meinem Handy die App „NiederschlagsRadar“. Da kann man sich drauf einstellen, wann es zu regnen anfängt- und (wenn man keinen Bock darauf hat) sich rechtzeitig ins Auto oder in ein Zelt verzupfen.

Sonntag, 17.08.2014 – Afrika-Karibik-Festival: Tag 4

Es ist schon seltsam. Man freut sich eigentlich das ganze Jahr auf diese vier Tage- aber man ist wirklich heilfroh wenn die vorbei sind!
Es geht schon an die Substanz und kostet wirklich Energie. So toll es auch jedesmal ist.
Aber am letzten Tag, wenn das letzte Bild im Kasten ist und man dann endlich im Auto sitzt, möchte man am liebsten jene berühmte Sequenz von Radiomoderator Herbert Zimmermann zitieren, vom Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern:

„Aus,aus,aus!! Das Spiel ist aus!“

Am letzten Tag raffte ich mich direkt nach dem Mittagessen auf und war schon um kurz vor 13 Uhr auf dem Platz. Ich wollte unbedingt auch den ersten Teil der Show „ARTEFEX“ sehen (Ihre Shows teilen sie immer in zwei teile auf). Außerdem wollte ich noch ein Gruppenbild machen von den Artisten.

Was irgendwie an mir vorbeilief, war der Bandvoting-Wettbewerb für das AKF. Der Gewinner perfomte dann am Sonntagnachmittag auf der Hauptbühne. Gewinner war die Band KRMA. War schön was sie machten. Ich saß oben auf dem Corona-Doppeldeckerbus und machte von dort aus Bilder.

Es folgte Mellow Mark. Auch er ist eigentlich eine feste Größe auf dem AKF und hat seine feste Fan-Gemeinde hier.

Als nächstes kamen die acht gestandenen Mannen von Soneros de Verdad auf die Bühne und versorgte das Publikum mit kubanischen Rhytmen.

Den Abschluss und Rausschmeißer machten dann I-Fire mit ihrer mitreissenden Bühnenshow.

Mein Dank geht an:

  • das ganze Team von ab-em.
  • die Securityteams, die mich dankenswerter Weise wieder auf dem Händlerparkplatz parken ließen.
  • Jan von den Artisten der Absolventenshow ARTEFEX für die gute Zusammenarbeit und die Tipps wo ich mich am besten postiere.
  • das Team vom Corona-Doppeldeckerbus das ich ab und zu von oben Bilder machen durfte.
  • und überhaupt an alle die ich knipsen durfte! Danke!

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Danke an Carmen, Thorsten, Ernie, Anna, Sandra, Frank und Alex für die witzigen Selfies die ich machen durfte und an Marcel für das Bild mit Alex und die prompte Lieferung.

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