Kassenzettel

Kassenzettel nerven. Natürlich. Auch mich.
ABER: Momentan sollte man die Dinger vielleicht doch mitnehmen.
Weil- was mich NOCH MEHR nervt- oder nerven würde- ist, diskutieren mit einem Polizisten der vielleicht schon seit Stunden Leute kontrolliert und deswegen evtl. schon „Grundgenervt“ ist.

Es steht zwar nirgends geschrieben das man die Dinger mitführen muss, wenn man einkaufen war. Aber ggf. ist das vielleicht doch keine so abwegige Idee.
Immerhin besteht in Bayern momentan eine Ausgangsbeschränkung. Man darf noch einkaufen gehen. Aber…

ich zitiere:

Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Deswegen werden die Polizeistreifen noch einmal besonders verstärkt, damit die Bevölkerung überall diese Polizeipräsenz wahrnehmen kann. Die Polizei wird stichprobenartig kontrollieren.

Bayern.de, Homepage der bay. Staatregierung:
https://www.bayern.de/service/informationen-zum-coronavirus/faq-zur-ausgangsbeschraenkung/


Weil- Achtung: Das sind auch nur Menschen, die ihren Job machen wollen. Assis, die das nicht begreifen gibts genug- im Hartz 4 TV bekommen die täglich ihre Portion Aufmerksamkeit.

Also- ich denke, den Stress isses nicht wert und der Kassenzettel ist Zuhause auch schnell entsorgt.

Es gab beim Bund damals den schönen Begriff „Leben in der Lage“.
Genau sowas haben wir gerade. Wir werden gerade- aus guten und (hoffentlich für jeden) nachvollziehbaren Gründen- in unseren Freiheitsrechten beschnitten.
Einerseits.

Andererseits: Schaut mal nach oben.
Blauer Himmel.
Was seht ihr noch- oder besser, was seht ihr NICHT?
Kondensstreifen!
Man sieht ungestört einen mal wirklich blauen Himmel ohne irgendwelche Flugzeuge bzw. Kondensstreifen.

Was noch: Ich wohne ja Luftlinie ca. 500m von der A3 weg. Wenn ich früher immer Abends das Fenster kippte, hatte ich immer die Geräuschkulisse der A3.
Heute höre ich (fast) nichts!

Das hat zwar jetzt mit den Kassenzetteln nichts zu tun. Aber solche Zeiten haben immer zwei Seiten. Eine eher lästige- und eine, die man sogar richtig gut finden kann.

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Lieber Kosmos…

von Katrin Sorgenfrey

Lieber Kosmos,
Liebes Universum,
Liebe Erde.

Ich kann das alles verstehen.
Meine Seele ahnt, worum es geht.

Und vielleicht geht es Dir nicht darum, den Schuldigen zu suchen.
Sondern einfach darum, dass es aufhört.
Dass wir wirklich wach werden.
Demütig werden.
Und in die Liebe gehen.

Aber …

Ich habe immer ein Aber.

Da draussen sind Menschen,
Die schon ganz ganz lange an Dich denken.
Die nicht mitmachen wollten bei der Entwicklung der letzten Jahre.
Die aufgestanden sind.
Die viel riskiert haben.
Die keine Versicherungen abgeschlossen sondern sichere Strukturen verlassen haben, um ihrem schöpferischem Geist nachzugehen.
Und uns zu erinnern, dass wir – freie Wesen – sind.

Keine Engel.
Aber sie haben ihr Bestes gegeben, einen Beitrag zu leisten, um auf die Missstände hinzudeuten.
Um zu demonstrieren und auszusteigen aus dem blinden und überflüssigen Konsum auf Kosten anderer Länder, anderer Menschen, Tieren, der Natur.

Sie haben verzichtet.
Sie waren konsequent.
Sie sind in sich gegangen.
Sie haben sich mit Gleichgesinnten zusammmengetan und sich gegenseitig unterstützt und angefeuert.

Viele davon hängen jetzt am Turm, weil sie diesen Weg gegangen sind.
Alles auf eine Karte gesetzt haben.

Ihre Projekte kommen zum Erliegen.
Das, was sie gerade mühsam aufgebaut haben, das droht ihnen wieder genommen zu werden.

Und ja.
Es gibt bestimmt Wege.
Und ja.
Es erfordert Geduld.

Doch glaubst Du, dass diese Menschen nicht genügend Anstrengungen hinter sich haben?
Mit ihrem Beitrag, mutig nach vorne zu gehen und Leute wie mich mitzunehmen.

Dass sie es nicht verdient hätten, JETZT gesehen zu werden.
So wie die, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um den Kranken zu helfen.

Die vielen Künstler, Die unser Leben so viel bunter, reicher und schöner machen.

Die Künstler, die nicht auf den ersten Plätzen der Hitparaden stehen.
Die ihr eigenes Label haben oder frei musiziert, geschrieben, gemalt und gestaltet haben.
Die sich keinem Management unterworfen haben.
Die uns ermutigen, zum Lachen bringen, inspirieren, besinnen.
Und uns aufforderten, zu UNS zu steh’n.

Lieber Kosmos,
Liebes Universum,
Liebe Erde,
Liebe Menschen!

Lasst Gerechtigkeit in der Werteskala nach oben schnellen.
Lasst uns die Menschen zu Vorbildern und Führern machen, die unser Herz erfüllen.

Erdacht und niedergeschrieben von Katrin Sorgenfrey.
https://katrin-sorgenfrey.de/#

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